Und zwar nicht erst im September bei der Bundestagswahl ...

Einige von euch haben in den letzten Jahren bestimmt den langersehnten 18. Geburtstag gefeiert. Ich persönlich habe mich vor diesem Geburtstag gefürchtet und mit mir fest ausgemacht, dass ich für immer 17 bleibe.

Doch mit 18 konnte man endlich offiziell feiern, Alkohol und Kippen kaufen, Auto fahren – und noch viel wichtiger: wählen. Erinnert ihr euch noch, als man als Kind mitbekommen hat, wie Erwachsene am Tisch über Politik diskutiert haben und es manchmal in Streitereien ausgeartet ist?

Ich habe damals nicht verstehen können, warum meine Eltern mit ihren Freunden so viel Zeit in dieses Thema investieren konnten. Es ist doch viel spannender, ein neues Nintendo-Spiel durchzuzocken. Doch mit dem Alter kommt ganz unerwartet die Erleuchtung. Alles wird auf einmal klar.

Man fängt selbst an, mit seinen Freunden über Politik zu reden. Anfangs nur einseitig und ziemlich oberflächlich – doch mit den Monaten und Einflüssen aus Medien und Umfeld kristallisieren sich weitere persönliche Meinungen, die man dann stolz von sich geben kann.

Wenn ich mich mit Freunden treffe, kann es schnell dazu kommen, dass wir über aktuelle politische Themen reden. Wer dann keine Meinung abgeben oder sogar nicht mitreden kann, hat für mich an Attraktivität verloren. Ihr merkt, Politik ist nicht langweilig und spießig, sondern kann sehr reizvoll sein.

Meine ganze Hoffnung steckt in uns jungen Menschen. Das Jahr 2016 lief politisch gesehen wirklich nicht gut. Allerdings gibt es für uns endlich einen Weckruf, etwas zu unternehmen. Großbritannien wird unter dem Brexit leiden und auch die USA müssen sich mit Trump auf harte Zeiten einstellen.

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Zu erschreckend ist die Tatsache, wie schnell sich ein Land in Pro- und Anti-Trump Anhänger gespalten hat. Doch die neue Gegenbewegung macht Hoffnung. Enorme Massen von meist jungen Menschen gehen auf die Straße und protestieren gegen den Amtsantritt Donald Trumps.

Die sozialen Netzwerke explodieren regelrecht von Posts gegen den Präsidenten. Besonders beliebt ist der Hashtag #notmypresident aber auch #womensmarch.

Bei den Frauenmärschen gehen auch viele prominente Menschen auf die Straße und scheuen sich nicht davor, ihre Wut rauszulassen. Dadurch werden immer mehr Menschen dazu aufgefordert, über Politik und die aktuellen Missstände nachzudenken.

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Jetzt könnte der ein oder andere meinen, dass wir es in Deutschland noch gut haben. GANZ falscher Gedanke! Dass die national-konservative AfD seit Mitte 2015 gegenüber liberal-konservativen Parteien an Gewicht gewann, ist erschreckend genug.

Wahrscheinlich werdet ihr eure konservativ eingestellten Großeltern nicht mehr davon überzeugen können, eine liberale Partei zu wählen, aber man sollte Diskussionen nicht aus dem Weg gehen. Wir müssen lernen, unsere Meinung laut auszusprechen und diese dann auch erklären zu können.

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Deshalb mein großer Appell an euch für das Jahr 2017: Informiert euch über politische Themen, über die verschiedenen Parteien und bildet eure eigene Meinung, die mit Rassismus, Sexismus und Homophobie nichts am Hut hat.

Nutzt die Chance, bei der Bundestagswahl im September zu wählen und schätzt die Tatsache, dass ihr überhaupt wählen dürft.

  • Quelle:
  • Noizz.de