Mentale Gesundheit thematisiert sie auch in ihrer Musik.

Kürzlich veröffentlichte Singer-Songwriterin Julia Michaels ihre EP "Inner Monologue II". Darauf geht es um Beziehungen, Body Image und mentale Gesundheit. Besonders das letzte Thema liegt Michaels am Herzen. Sie kämpft seit Jahren mit Depression und Angst.

Damit ist Julia Michaels einer von 300 Millionen Menschen, die laut der WHO weltweit an Depressionen erkrankt sind. Trotzdem ist das Thema mentale Gesundheit noch immer voller Vorurteile, und nicht selten haben betroffene Angst, offen darüber zu sprechen und sich Hilfe zu holen.

Deshalb hat NOIZZ die Aktion #NotJustAMood ins Leben gerufen. In den kommenden Monaten werden wir das Thema Mental Health aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und darüber reden, dass es sich lohnt, auf die Hilfe von Spezialisten zurückzugreifen.

>> NOIZZ startet die Aktion #NotJustAMood – um mehr über Depressionen zu sprechen

Das sieht Julia Michaels genauso – und spricht im NOIZZ-Interview darüber, wie wichtig es ist, das Stigma zu brechen und was ihr gegen Stress und Panik hilft.

NOIZZ: Deine zweite "Inner Monologue"-EP ist kürzlich rausgekommen. Was bedeutet der Titel für dich?

Julia Michaels: Das sind meine innersten Gedanken. Dinge, über die ich die ganze Zeit nachdenke und Dinge, die sehr real und ehrlich sind.

Wie wichtig ist es denn für dich, in einem konstanten Monolog mit dir selbst zu sein? Und wie schaffst du das?

Julia: Es ist sehr wichtig, mit dir selbst in Kontakt zu bleiben und ehrlich mit deinen Gefühlen und Gedanken zu sein.

Zu deinem Song "17": Wieso war 17 zu sein so wichtig für dich? War alles leichter, weniger stressig, weniger kompliziert?

Julia: Dieser Song behandelt für mich das Verliebtsein – das entspannte Gefühl, wenn du 17 bist und die Sachen einfacher waren.

Wenn junge Menschen sich in ihren Körpern unwohl fühlen und sich selbst nicht lieben: Was ist dein Rat an sie?

Julia: Selbstliebe ist etwas, das manchmal sehr schwer, aber auch sehr wichtig ist.

Auf anderen Songs singst du über mentale Gesundheit. "Okay" und "Anxiety" zum Beispiel. Wie gehst du mit Panik und Stress um?

Julia: Therapie hat mir wirklich geholfen. Ich habe außerdem zwei Hunde, die mir sehr mit meiner Angst geholfen haben.

Welche Stigmata über mentale Gesundheit müssen wir brechen?

Julia: Ich möchte, dass Leute wissen, dass es okay ist, über Angst und Depression zu reden. Ich kämpfe jeden Tag mit diesen Problemen. Es ist wichtig, dass wir darüber reden, damit sich andere nicht allein fühlen.

>> Wir haben mit Madeline Juno über Depressionen, Tumblr und Therapie gesprochen

>> #NotJustAMood: 9 junge Europäer erzählen uns, wie sie mit ihren Depressionen umgehen

Wenn du deine persönliche Mental-Health-Geschichte erzählen willst, kannst du das gerne per E-Mail an uns tun: editorial@noizz.de. Oder du benutzt einfach bei Instagram oder Twitter unseren Hashtag #notjustamood. Wenn du Ideen hast, welche Aspekte wir in den nächsten Monaten noch behandeln können, sag uns bitte ebenfalls Bescheid!

---

Übrigens: Wenn du glaubst, eine Depression zu haben, ist immer dein Hausarzt der erste Ansprechpartner. In akuten Fällen kannst du rund um die Uhr die nächstgelegene psychiatrische Klinik aufsuchen (die Behandlung der Depression ist eine Kassenleistung und wird von der Krankenkasse getragen).

Wissen, Selbsttest und Adressen rund um das Thema Depression bekommst du unter Deutsche-Depressionshilfe.de. Ein deutschlandweites Info-Telefon erreichst du unter der kostenfreien Hotline 0800-33-44-5-33. Hilfe und Beratung kriegst du auch bei den sozialpsychiatrischen Diensten der Gesundheitsämter.

Natürlich gibt es auch noch die Telefonseelsorge (Telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

Quelle: Noizz.de