Das hatten sie wohl aus dem Darknet ...

Am Anfang klang es vermutlich nach einer richtig guten Idee. Als Student ist man ja fast immer pleite. In einer Stadt wie München erst recht. Um ihre Finanzen aufzubessern, bestellten sich zwei Studis dort gefälschte 50 Euro-Scheine im Darknet. Die kosteten rund 23 Euro pro Schein. Bezahlt haben die beiden mit der Internetwährung Bitcoins.

Mit Bitcoins bezahlten sie ihr Falschgeld

Nachdem ihre erste Probe-Bestellung in Form eines einzelnen Scheins per Post kam, wurde der gleich getestet. Einer der Studenten zahlte damit eine Taxifahrt dem Fahrer fiel das nicht auf. Er gab echtes Wechselgeld zurück.

Die nächste Lieferung fiel dann größer aus. Die zwei bestellten gleich 20 Scheine! Der Fälscher in Landshut hatte aber Probleme, die Lieferung verzögerte sich. Außerdem wurde ihr Gelddepot geknackt. Ein Hacker klaute auf diesem Weg Bitcoins im Wert von 300 Euro. Die Studenten mussten es wieder aufstocken.

Etwa zwei Monate lang brachten die Studenten die Blüten in Münchner Clubs in Umlauf. Ein Schein fiel dann einer aufmerksamen Bedienung auf. Die Beteuerungen des Studenten, den Schein gerade erst selbst bekommen zu haben, brachten nichts. Denn zeitgleich hatte das Landeskriminalamt die Fälscherwerkstatt hochgehen lassen.

Der Fälscher hatte nämlich alle Kunden aufgelistet, auch die aus München. Auf den beschlagnahmten Computern fanden die Beamten dann aussagekräftige Chatverläufe. Obwohl die Beweise erdrückend waren, wollten die Studenten auf dem Verlust nicht sitzen bleiben und versuchten noch, die Scheine unters Volk zu mischen.

Jetzt wurden die zwei zu jeweils einer Woche Dauerarrest und zehn Mal vier Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Quelle: Noizz.de