Das Projekt ist in Berlin zu sehen.

Eine Wohnung im Zentrum Berlins für nur 100 Euro Miete im Monat? Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Vor allem in Zeiten explodierender Mieten, wo man selbst in wenig attraktiven Wohnlagen jede Menge Geld blechen muss.

Doch die Idee von der 100-Euro-Wohnung ist gar nicht so utopisch – zumindest wenn es nach dem Architekten-Kollektiv Tinyhouse University geht. Mit seinem Projekt „Bauhaus Campus Berlin“ will es zeigen, dass günstiges Wohnen in Großstädten durchaus möglich ist, zwar auf kleinem Raum, dafür aber äußerst kreativ und effektiv.

Kommste rein, kannste rausgucken! Foto: Paul Zinken, dpa / dpa picture alliance

Vom 10. März an stellen die Architekten im Garten des Berliner Bauhaus-Archivs ein Jahr lang bezahlbare Wohnideen der Zukunft vor. Dazu gehören auch die sogenannten Tiny Houses: kleine, Bauwagen-ähnliche Häuschen, die auf 10 Quadratmetern Wohn- und Schlafzimmer, Dusche, Arbeitszimmer und Kochnische vereinen. Die Idee für diese Mini-Häuschen stammt vom Architekten Van Bo Le-Mentzel.

Architekt Van Bo Le-Mentzel ist der Kopf hinter den Tiny Houses Foto: Paul Zinken, dpa / dpa picture alliance

Natürlich wird sich eine Familie hier nur schwer arrangieren können, dafür aber Singles und vor allem Studenten. Und wenn die sich nicht mehr in WGs scharen müssen, machen sie Familien auch nicht mehr den Wohnraum in größeren Wohnungen streitig. Kling also ganz vernünftig. Diese Wohnungen richten sich auch an alleinstehende Flüchtlinge, die so ihre eigenen vier Wände und menschenwürdige Wohnverhältnisse bekämen.

So sehen die Tiny Houses von innen aus Foto: Paul Zinken, dpa / dpa picture alliance

Dass dieses Projekt so eng mit dem Bauhausverknüpft ist, kommt nicht von ungefähr. Denn die von Walter Gropius gegründete Architektur-Strömung feiert 2019 ihr 100-jähriges Jubiläum. Der Bauhaus dachte von Beginn an Architektur und soziales Wohnen zusammen – und Ideen wie die Tiny Houses stehen ganz in dieser Tradition.

Quelle: Noizz.de