Die Nachrichten seien freundlicher Natur gewesen sein.

Im Prozess gegen Harvey Weinstein hat eine der Hauptzeuginnen der Anklage schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Filmmogul erhoben. Die Produktionsassistentin Mimi Haleyi schilderte am vergangenen Montag nach übereinstimmenden Medienberichten teils schluchzend, wie Weinstein sie 2006 in seinem New Yorker Apartment vergewaltigt haben soll.

Demnach habe er sie ins Schlafzimmer gedrängt und aufs Bett geschubst. "Ich habe ihn zurückgewiesen, aber er hat darauf bestanden. Immer, wenn ich versucht habe, vom Bett aufzustehen, hat er mich wieder zurück geschubst und mich runtergedrückt", sagte Haleyi nach Informationen des "Hollywood Reporter" bei ihrer Aussage vor dem Obersten New Yorker Gericht.

In teilweise drastischen Details beschrieb sie dann, wie Weinstein ihr anschließend Oralsex aufgedrängt und ihr keine Chance gelassen haben soll, zu entkommen. Einige Wochen später sei es ein zweites Mal zu erzwungenem Geschlechtsverkehr gekommen. Haleyi beschrieb, wie sie diesen wie "betäubt" über sich ergehen lassen habe.

Beim Kreuzverhör durch einen von Weinsteins Verteidigern wurde sie damit konfrontiert, auch nach der mutmaßlichen Vergewaltigung noch Kontakt zu Weinstein gehabt und ihm freundliche Mails geschrieben zu haben. Vergangene Woche hatte eine Psychiaterin im Prozess ausgesagt, dass solches Verhalten von Vergewaltigungsopfern durchaus normal sei.

In dem Prozess geht es vor allem um Vorwürfe von Haleyi und Schauspielerin Jessica Mann, die Weinstein 2013 vergewaltigt haben soll. Weinstein bestreitet alle Vorwürfe, seine Verteidiger versuchen, die Glaubwürdigkeit der Zeuginnen in Frage zu stellen - am Ende entscheiden die zwölf Geschworenen über Schuld oder Unschuld.

Bei einer Verurteilung droht Weinstein lebenslange Haft. Mehr als 80 Frauen haben Weinstein seit 2017 sexuelle Übergriffe vorgeworfen und damit die weltweite MeToo-Bewegung ausgelöst.

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  • Quelle:
  • Noizz.de