Man soll sie aus dem nahe gelegenen Zimmer schreien gehört haben.

Der emotionale Prozess um Harvey Weinstein geht in die nächste Runde. Der ehemalige Filmmogul muss sich vor allem den Vorwürfen zweier Frauen vor Gericht stellen. Produktionsassistentin Mimi Haleyi und Schauspielerin Jessica Mann, die ihm beide Vergewaltigung vorwerfen. Erst vergangenen Freitag war Mann als Zeugin geladen. Nun muss sie wieder vor ihren möglichen Peiniger treten – unter Tränen.

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Vergangenen Freitag schilderte die 34-Jährige die mutmaßlichen Vorgänge. Nun musste sie sich dem Kreuzverhör von Harvey Weinsteins Verteidigerin Rutunno stellen. Deren Ziel: die Glaubwürdigkeit von Mann angreifen. Mann musste E-Mail vorlesen, in denen sie einen sehr herzlichen Umgang mit Weinstein pflegte. Unter anderem bezeichnete sie ihn als "Vaterfigur". Die E-Mails waren nach der mutmaßlichen Vergewaltigung verschickt worden.

Als Mann anschließend eine weitere E-Mail vorlas, in der sie ihrem damaligen Partner von früherem sexuellen Missbrauch berichtete, brach sie in Tränen aus. "Sie haben die Entscheidung getroffen, ein sexuelles Verhältnis mit Harvey Weinstein einzugehen, als sie sich nicht sexuell zu ihm hingezogen fühlten", so Rotunno laut "USA Today". Sie habe die Partys und die Macht gemocht.

Laut "News York Times" wurde die Sitzung frühzeitig beendet, weil Mann auch nach einer kurzen Pause weiter weinte und hyperventilierte. Man habe sie aus dem nahe gelegenen Zimmer schreien hören.

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Quelle: Noizz.de