Es ist so ein bisschen wie mit alkoholfreiem Bier.

Gras mit THC ist in der Schweiz verboten. Gras ohne THC natürlich nicht. Und in der Schweiz schmeckt das THC-freie Gras genauso (gut) wie dasjenige mit THC. In Deutschland nicht. Hier schmeckt das THC-freie Gras eklig. Warum?

Die Gesetze in der Schweiz sind so, dass Gras, das weniger als 1 Prozent THC enthält, legal ist. Das sieht dem richtigen Hanf sehr ähnlich, kann einen aber nicht berauschen. Wie alkoholfreies Bier also. Die Leute kaufen es aber trotzdem, weil sie den Geschmack mögen.

Super Sache – nur geht das bei uns leider nicht, erklärt Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband: „In Deutschland sind nur Mengen mit bis zu 0,2 Prozent THC erlaubt, da wir uns an die EU-Richtlinie halten müssen.” Dieses „Möchtegern-Gras” ist dann leider nicht wirklich genießbar: Es schmecke wohl eher nach Kraut als nach Hanf.

Die Schweizer dürfen das Gras konsumieren, da sie im Gegensatz zu Deutschland nicht in der EU sind. Und dort boomt gerade das legale Gras. Viele Geschäfte und Versandhändler bieten es jetzt an.

Die Preise für legales Gras sind im Moment sogar höher als für illegales auf dem Schwarzmarkt. „Das hängt mit der großen Nachfrage zusammen”, erklärt Georg Wurth.

Dieser Aufschwung stellt die Schweizer Polizei jetzt vor ein skurriles Problem: Da das legale Gras genauso aussieht und riecht wie die illegale Version, müssen die Polizisten die Proben umständlich und teuer ins Labor schicken und analysieren lassen.

Deshalb forden sie jetzt einen Schnelltest in Röhrchenform für unterwegs, um das zu beheben.

Quelle: Noizz.de