Warum die "Porno-Tanz"-Touristen wirklich im Knast sitzen

Teilen
Twittern
Ist das die erotische Variante von "Twister"? Foto: Cambodiapolice.de / Noizz.de

Sie wurden eingesperrt zwischen Mördern, Vergewaltigern und Drogendealern ...

Zehn Touristen werden nach einer selbstorganisierten "Let's get wet"- Party von rund 30 Polizisten überwältigt, weil sie "Pornografische Tänze" getanzt haben sollen. Die Touristen behaupten: Sie spielten eine erotische Variante von "Twister", bei dem Männer und Frauen übereinander liegen.

Jetzt warten die Veranstalter mindestens fünf Monate auf ihren Prozess im Gefängnis von Siam Reap. Alle zehn Touristen sitzen zwischen Mördern, Vergewaltigern und Drogendealern fest.

Jetzt verkündet ihr Anwalt, Phum Bunteen, warum die Touristen wirklich im Knast sitzen.

Weil sie kein Schmiergeld zahlen wollten

Bei einer Verurteilung wegen "Pornografie" droht ihnen sogar bis zu einem Jahr Knast in Kambodscha. Laut der Zeitung "The Sun", war die Verhaftung der zehn Rucksack-Touristen in Kambodscha eine "Rückzahlung", weil sie korrupten Polizisten keine 140 Pfund (etwa 160 Euro) Schmiergeld zahlen wollten.

Daraufhin entschlossen sich die Polizisten, den Touristen eine "Lektion" zu erteilen, so die US-Zeitung.

"Nichts geht hier ohne korrupte Polizei. Restaurant, Bars, Bordelle. Einfach alles."

Die frivole Party fand, laut Anwalt und einer anderen Quelle in einer privaten Villa statt, die vorher noch nie als Partylocation genutzt wurde. Die kambodschanische Polizei habe einen Insider-Tipp bekommen und das Gebäude gestürmt.

"Nichts funktioniert hier ohne korrupte Polizei. Restaurant, Bars, Bordelle, einfach alles", erzählt der Anwalt der Zeitung.

Der Anwalt der Reisenden behauptet sogar, dass die Polizisten schon während der Verhaftung Geld gefordert hätten. Anscheinden hätte ein Polizist behauptet, dass sie freikommen würden, wenn sie 2000 kambodschanische Rial (ungefähr 40 Euro) bezahlen würden. Der Anwalt, der alle zehn Touristen vertritt, nennt das "lächerlich".

Er plädiert darauf, dass seine Mandanten unschuldig seien und bemüht sich um ihre schnellstmögliche Freilassung. Wann es zum Prozess kommt, ist noch nicht bekannt.

Quelle: Noizz.de