So schlimm wie in Portugal wird es laut Experten nicht.

Portugal hat einen tagelangen Waldbrand mit schlimmen Folgen hinter sich: Mindestens 62 Menschen sind gestorben. Auch in Deutschland sind in den vergangenen Tagen kleinere Waldbrände ausgebrochen, unter anderem in Thüringen und Nordhessen.

Die Waldbrandgefahr steige zurzeit mit jedem Tag, sagt Karl-Heinz Knorr von der Bremer Feuerwehr. „Wenn wir keine ergiebigen Regenfälle bekommen, wird die Gefahr weiter zunehmen.“ Vereinzelte Schauer würden kaum helfen.

Für diesen Donnerstag meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in vielen Gebieten Deutschlands ein hohes Risiko. Besonders gefährdet sind der Süden, der Nordwesten und Gebiete in Ostdeutschland: Die höchste Warnstufe gilt in Bayern und Baden-Württemberg sowie in Teilen von Rheinland-Pfalz und Hessen. Sehr hoch ist das Risiko auch in Gebieten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Brandenburg hat ausgedehnte Kiefernwälder, dort gilt ebenfalls die höchste Warnstufe. In den kommenden Tagen soll sich die Situation in einigen Gegenden etwas entspannen.

Zu einem verheerenden Waldbrand wie in Portugal wird es laut dem Experten Knorr in Deutschland nicht kommen: Erstens gebe es hierzulande keine so großen zusammenhängenden Waldgebiete wie in Portugal und anderen südeuropäischen Ländern. Zudem seien die Wälder in Deutschland für die Feuerwehr besser zugänglich, weil sie intensiver bewirtschaftet würden. Auch sei wegen der Freiwilligen Feuerwehren die Einsatzkräfte-Dichte höher: „Wir sind in den Waldbrandgebieten schneller am Feuer dran.“

Ausgelöst wird ein Waldbrand oft schon durch Kleinigkeiten: Beispielsweise kann eine weggeworfene Flasche durch den Brennglas-Effekt zum Feuer führen. Der DWD warnte in Bayern auch vor stark erhitzen Katalysatoren an Autos: Fahrzeuge solle man nicht auf trockenem Gras am Waldrand abstellen, hieß es. Die aktuellen Waldbrandwarnungen des DWD findest du hier.

Quelle: Noizz.de