Gute Nachrichten für die sanften Riesen der Meere!

In diesem Jahr werden keine isländischen Walfänger auslaufen, um Jagd auf die Meeressäuger zu machen. Grund dafür ist die geringe Nachfrage nach Walfleisch, ein Gericht, dass kaum noch von Einheimischen gegessen wird. Bei Touristen dagegen, die Walgerichte für einen "authentischen" Teil Islands halten, landet es gerne auf dem Teller. Diesen Bedarf würde man zukünftig durch den Import aus Norwegen decken.

Island behält sich außerdem vor, im nächsten Jahr wieder Wale zu jagen, sollte die Nachfrage steigen. Aktivisten hoffen allerdings, dies markiert den Anfang vom endgültigen Ende der isländischen Wal-Industrie.

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In den vergangenen Jahren wurden in Island bedrohte Finnwale von einer einzigen Fischerei gejagt, der Hvalur hf. Diese hat bereits angekündigt, in dieser Season sowohl auf die Jagd von Finnwalen, als auch den in isländischen Gewässern weit verbreiteten Zwergwal zu verzichten. Das liegt allerdings nicht an den hohen moralischen Prinzipien der isländischen Wal-Industrie, sondern vor allem an den Absatzschwierigkeiten im japanischen Walmarkt.

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Die Waljagd aus "Forschungsgründen" wurde 2003 in Island eingeführt. Drei Jahre später wurde sie auch auf die kommerzielle Jagd ausgeweitet – gegen den Protest der internationalen Community.

Wie das Reisemagazin "Responsible Travel" berichtete, ist Walfleisch weit davon, entfernt regelmäßig auf den isländischen Speiseplänen zu stehen – weniger als ein Prozent der Inselbewohner essen überhaupt Wal. Trotzdem sehen es einige Touristen immer noch als Teil des isländischen Abenteuerurlaubs. Seit der Finanzkrise ist Tourismus eine wichtige Stütze der isländischen Wirtschaft, die von der Regierung gefördert wird. Vielleicht beim nächsten Urlaub die Wale lieber in freier Natur bewundern, als auf dem Teller. Das ist nicht nur zeitgemäßer, sondern auch erfüllender. Für beide Seiten.

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  • Quelle:
  • Noizz.de