Haben sich Russen in die Präsidenten-Wahl eingemischt?

Das behauptet jetzt zumindest Facebook. Laut dem sozialen Netzwerk wurden im Herbst 2016 tausende Anzeigen mit politischen Botschaften geschaltet.

Die Werbung soll von russischen Accounts in Auftrag gegeben worden sein und etwa 100 000 Dollar (umgerechnet etwa 84 000 Euro) gekostet haben.

Laut Facebook sollen bei einem Großteil der Anzeigen aber nicht die damaligen Kandidaten Donald Trump und Hillary Clinton erwähnt worden sein.

Auf den Werbeplätzen hätten viel mehr kontroverse Themen stattgefunden, wie etwa Einwanderung, Waffenbesitz oder Rechte von Homosexuellen.

Der Facebook-Sicherheitschef Alex Stamos teilte am Mittwoch mit, dass die beschuldigten Accounts inzwischen gesperrt wurden. Es hätte sich um 479 „nicht authentische“ Profile und Seiten gehandelt.

In den USA verstößt es gegen das Gesetz, wenn Ausländer direkt und indirekt Geld in die Wahlen stecken.

Derzeit prüfen US-Sonderermittler, ob Russland Einfluss auf die US-Wahl im vergangenen Jahr genommen hat. Der Vorwurf, dass Facebook für politische Einflussnahme missbraucht wurde, besteht bereits seit April.

Die neusten Erkenntnisse dürften den Verdacht gegen Russland weiter bestärken …

Quelle: dpa