„Es besteht die Gefahr, dass Weihnachtsgeschenke nicht rechtzeitig ankommen“ …

Genau eine Woche vor Weihnachten hat die Gewerkschaft Ver.di Mitarbeiter von zwei Amazon-Standorten zum Streik aufgerufen - und schließt eine Ausweitung auf weitere Logistikzentren nicht aus.

Nach Gewerkschaftsangaben hat heute morgen ein mehrtägiger Streik von Mitarbeitern beim Versandhändler Amazon in Leipzig begonnen. Laut einem Sprecher der Gewerkschaft Verdi besteht deshalb die Gefahr, dass Weihnachtsgeschenke nicht rechtzeitig bei den Kunden ankommen könnten.

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Wie lange der Streik dauern soll, konnte er zunächst nicht sagen. Amazon war in der Nacht für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Der Grund für den Streik ist nach Angaben von Verdi, dass die Gewerkschafter damit ihre Forderung, Arbeitsbedingungen tarifvertraglich zu regeln, unterstreichen wollen.

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Ab der Nacht zum Montag bis Heiligabend sind jeweils die Früh- und Spätschicht zum Ausstand aufgefordert.

Dass sich Amazon der Aufnahme von Tarifverhandlungen weiter verweigere, sei eine Provokation. Verdi fordert eienn Tarif analog zum Einzel- und Versandhandel seit inzwischen mehr als fünf Jahren, das US-Unternehmen lehnt dies strikt ab. Amazon sieht sich als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende dessen, was in der Logistikbranche üblich sei.

Begonnen hatte das Kräftemessen zwischen der Gewerkschaft und dem Branchen-Riesen aus den USA bereits im Mai 2013 mit ersten Streiks. Wenn es aufs Weihnachtsfest mit reichlich Geschenken zugeht, ruft Verdi regelmäßig zum Arbeitsausstand beim Versandhändler Amazon auf.

In Deutschland gibt es insgesamt elf Logistikzentren sowie sieben Verteilzentren von Amazon.

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[Text: Zusammen mit dpa]

  • Quelle:
  • Noizz.de