In Malawi wurden Menschen getötet, weil man sie für Vampire hielt

Alina Nöth

Politik, Lifestyle, Reisen
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In Malawi wurden angeblich Vampire gesichtet Foto: Geza Farkas / Fotolia

Nein, das ist kein Halloween-Scherz.

Es klingt wie aus einem Horrorfilm. Vampire sollen im afrikanischen Malawi ihr Unwesen treiben. Zumindest, wenn man einigen Einwohnern glaubt.

Mindestens fünf Menschen wurden bereits von besorgten Bürgern getötet. Die Erklärung: Sie sollen menschliches Blut als Teil eines magischen Rituals getrunken haben. Wie Vampire.

Eine Bürgerwehr hat jetzt auch Straßen gesperrt, um die vermeintlichen Blutsauger zu jagen.

Die Regierung will verhindern, dass weitere vermeintliche Vampire getötet werden. Deshalb hat sie eine nächtliche Ausgangssperre für die Bürger verhängt. Außerdem hat Präsident Peter Mutharika angekündigt, die Tötungen genau zu prüfen. Die gesamte Regierung sei sehr besorgt.

Und auch die UN hat reagiert: Laut einem Bericht der UN-Abteilung für Sicherheit (UNDSS), der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, hat die Organisation Mitarbeiter aus den betroffenen Gebieten abgezogen. Eine genaue Anzahl wurde nicht genannt.

Die Vampir-Gerüchte haben ihren Ursprung wahrscheinlich im benachbarten Mosambik und sind dann über die Grenze in den Süden Malawis, in die Regionen Phalombe und Mulanje, übergeschwappt.

Die UN-Mitarbeiterin Florence Rolle sagte Reuters, dass die UNDSS die Situation genau beobachte und die Angestellten so schnell wie möglich wieder zurückschicken werde.

In Malawi glauben einige Stämme an Hexerei. Bereits 2002 kam es zu Gewalt gegen angebliche Vampire.

Quelle: Noizz.de

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