So bizarr reagieren Schulen in den USA auf Waffengewalt.

Nach dem Massaker an einer High School in Parkland mit 17 Toten nimmt der Umgang mit dem Thema Waffengewalt in den USA immer bizarrere Züge an. Wie der Sender Koco News berichtet, wurden an mehrere Schulen in Healdton im US-Bundesstaat Oklahoma jetzt kugelsichere Kammern in den Klassenräumen aufgestellt.

Bevor die Kammern montiert wurden, wurden sie von Schulbezirksleiter Terry Shaw persönlich auf ihre Sicherheit getestet. Dazu ließ sich Shaw in eine der Kammern einschließen, die anschließend beschossen wurde.

„Ich habe mich freiwillig gemeldet. Ich wollte die Kammern nicht in die Gebäude einbauen lassen, ohne mich von ihrer Sicherheit zu überzeugen. Also habe ich angeboten, hineinzugehen“, sagte Shaw gegenüber Koco News. „Es war sehr surreal, aber ich habe mich wohl gefühlt. Die Kammern sind absolut sicher.“

Die Kammern, die von der Firma Shelter-In-Place entwickelt wurden, können bis zu 35 Schüler und zwei Lehrer aufnehmen. „Zuerst strömen die Kinder herein, dann kommt der Lehrer und schließt die Tür ab“, so Shaw.

Sie sollen nicht nur vor möglichen Amokläufern, sondern auch vor Naturkatastrophen schützen. Shaw: „Es entspannt zu wissen, dass es einen sicheren Ort für die Schüler gibt, wenn Tornados zuschlagen oder wenn es einen Eindringling auf dem Gelände gibt.“

Neben schusssicheren Kammern gibt es auch andere Konstruktionen, die Schüler vor Waffengewalt schützten sollen. Ein Mann aus Florida hatte kürzlich einen schusssicheren Rucksack vorgestellt, den Kinder bei einer Schießerei vor ihren Körper halten können, um tödlichen Schüssen zu entgehen (NOIZZ berichtete).

Quelle: Noizz.de