Seine Unternehmung scheiterte kläglich ...

Als er landete, wartete schon die Polizei auf ihn. Am vergangenen Donnerstag machte sich ein wagemutiger Ungare auf, Marihuana im Werte von 36,2 Millionen Forint (satte 111.000 Euro) nach Serbien zu schmuggeln. Das Gefährt seiner Wahl: ein motorisierter Gleitschirm.

Es hätte der großer Coup des 49-Jährigen werden können. Allerdings hatte der Ungar seine Weed-Rechnung ohne die Wärmebildkameras des ungarischen Grenzschutzes gemacht. Die Polizei verfolgte seine luftige Exkursion vom Boden aus.

Die große Mission endete auf einem Acker
... in einer Grenzgemeinde in Ungarn

Bis über die Grenze mussten Beamten dem Schmuggler nicht einmal nachsetzen. Er landete noch in Ungarn not, weil er sich, wie er den Polizisten später erklärte, am Bein verletzt habe.

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Auf einem Acker der Grenzgemeinde Tiszasziget bei Szeged von den Polizisten in Empfang genommen, ging es direkt ins Krankenhaus. Dort fand dann auch die Festnahme statt. Drogensuchhunde hatten die 18 Kilo Rauschgift kurz nach seiner Landung gefunden.

Ob es sich bei dem drogenbepackten Flug um den ersten illegalen Trip des Piloten mittleren Alters handelte, ist nicht bekannt. Möglicherweise führte aber der bis zu drei Meter hohe Zaun, den Ungarn im Sommer 2015 aufgrund der Flüchtlingsbewegung errichten ließ, zum ungewöhnlichen Transportweg. Im Zuge der Zaunerrichtung wurden auch die Wärmebildkameras installiert, um die Bewegungen über die Grenze zu überwachen.

[Text: Zusammen mit DPA]

Quelle: Noizz.de