Ein Patent zur genaueren Überwachung der App-Nutzer wurde in den USA angemeldet.

Auch wenn in Deutschland die Lage für den Fahrdienst Uber weiterhin rechtlich schwierig ist, hat der Dienst sich in vielen anderen Ländern als brauchbare Alternative zu Taxis und dem öffentlichen Nahverkehr entwickelt. Gerade in Regionen, in denen die nächste U-Bahnstation eben nicht nur wenige Gehminuten entfernt ist, Taxis teuer und Busse Mangelware sind, hat das Unternehmen eine Nische besetzt. Das gilt vor allem für Menschen, die nach einer Party in der Nacht noch schnell eine Mitfahrgelegenheit suchen.

Dass man nach einigen Stunden feiern nicht immer komplett bei Sinnen ist, dürfte auch den Betreibern der App aufgefallen sein: In der vergangenen Woche meldete Uber nämlich ein neues Patent an, mit dem ein umfangreiches Tracking der User möglich sein soll. Zuerst hatten CNN und Techcrunch über die möglichen neuen Funktionen berichtet.

Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz will Uber herausfinden, in welchem Zustand sich der Fahrgast befindet. Entscheidend sollen hierfür verschiedene Parameter sein, die gemessen werden, während der Nutzer einen Fahrdienst über die App bestellt: In dem Patentschreiben werden unter anderem die Geschwindigkeit der Bestellung, Rechtschreibfehler beim Tippen, die Haltung des Smartphones oder auch die Schrittgeschwindigkeit als mögliche Kriterien genannt.

Ist der User dementsprechend bewertet, soll es durch die App möglich sein, die Informationen an potentielle Fahrer weiterzugeben. So könnte der Fahrer frühzeitig erkennen, ob er eventuell einen nüchternen Gast oder eine Meute angetrunkener Partygäste empfangen wird. Dementsprechend soll es auch möglich sein, dass die Anfrage an Fahrer weitergeleitet wird, die für eine bestimmte Gruppe an Gäste besser geeignet sind. Soll heißen: Das Partytaxi wird sich mehr um die Partygäste kümmern und weniger um die „normalen“ Gäste.

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Was am Ende von der Technologie in der eigentlichen App ankommen wird, ist natürlich zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Wir stellen uns für die Zukunft darauf ein uns schon dann nach der Clubnacht zusammenzureißen, wenn wir das Handy in die Hand nehmen und nicht erst, wenn das Taxi schon vor uns bereitsteht.

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Quelle: Noizz.de