Hannibal Lecter in echt: Joseph soll 2014 bei seiner Ex-Freundin eingebrochen sein, sie vergewaltigt und anschließend brutal ermordet haben – dann aß er ihr Gehirn auf. Die gruseligen Details der Tat offenbarte nun die Jury zum Auftakt seines zweiten Prozesses und war selbst schockiert.

Kannibalismus-Fälle erschüttern uns immer besonders krass. Einen ziemlich heftigen Fall gab es 2014 in Clark County im US-Bundesstaat Indiana. Der inzwischen 36-jährige Joseph soll damals bei seiner 46-jährigen Ex-Freundin Tammy eingebrochen sein. Anschließend habe er sie vergewaltigt, brutal ermordet, ihren Leichnam geschändet und als ob das nicht genug wäre, auch noch Teile ihres Körpers verspeist – unter anderem auch ihr Gehirn. Erghs.

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Bereits im vergangenen Jahr fand ein erstes Gerichtsverfahren gegen ihn statt – es endetet allerdings abrupt, nachdem neue Details bekannt wurden. Ein Zeuge der Staatsanwaltschaft hatte ausgesagt, habe bereits früher Drogen genommen und außerdem schon einmal eine Gefängnisstrafe verbüßt. Nun startete sein zweiter Prozess, der diese Kriterien mit berücksichtigt. Gleich zu Beginn warnten die Staatsanwälte und Geschworenen, dass sie Tatortfotos grausamer seien als jeder Horrorfilm.

Szenen wie aus einem Horror-Film

Der Fall erregte in der Heimatregion des Täters so extreme mediale Aufmerksamkeit, dass die Geschworenen für den Fall extra aus dem benachbarten Allen-County im Nordosten von Indiana kommen mussten. Sie sollen unbefangener an den Kriminalfall herangehen. Umso drastischer sind für sie die Eindrücke der Tatortfotos gewesen.

Sein Anwalt appellierte an die Geschworenen, trotz der drastischen Bilder nicht Emotionen über Fakten siegen zu lassen. Laut Polizeibericht habe der mutmaßliche Täter seine Ex-Freundin brutal erstochen. Teile ihres toten Körpers fand man in der Badewanne, ihr Kopf war abgetrennt. Die Autopsie stellte fest, dass auch Teile ihrer Lunge, ihres Herzens und Hirns fehlten. Die soll er gegessen haben.

Durch DNA-Spuren und Fingerabdrücke am Tatort geht die Polizei schwer davon aus, dass ihr Ex-Partner die Tat begangen hat. Er hingegen beschuldigt seine Unschuld. Zudem hatte seine Ex-Freundin den Notruf bei der Polizei angerufen und um Hilfe gebeten, weil er versuche, bei ihr einzubrechen. Ein Polizist, der ihn festgenommen hatte, fand ein blutverschmiertes Messer und einen Totschläger, außerdem hatte er blondes Haar an seiner Kleidung.

Der Angeklagte ist vorbelastet

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Der Täter stand schon einmal vor Gericht: 1998 soll er seine 17-jährige Lebensgefährtin niedergeschossen haben – es soll um Drogen und Eifersucht gegangen sein. Er wurde freigesprochen. Zudem schoss er seiner Mutter in den Rücken und zielte auf seine eigene Schwester, bevor er die Waffe unter sein Kinn steckte und den Abzug drückte, um an sich selbst eine "partielle Lobotomie" vorzunehmen.

Daraufhin entschied das Gericht im Oktober 2017, dass er nicht vernehmungsfähig sei. Er wurde für mehr als sechs Monate im Logansport State Hospital ins Krankenhaus eingeliefert. Im vergangenen Jahr attestierten die Ärzte ihm allerdings, dass er wieder an einem Prozess teilnehmen könne, was durch ein Gericht bestätigt wurde. Nun startet ein neuer Anlauf in dem grausamen Fall. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

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sw

Quelle: Noizz.de