Innenminister De Maizière stellt zehn Thesen auf.

„Wir sind nicht Burka.“ Mit diesem grammatikalisch nicht ganz einwandfreien Satz erregt Bundesinnenminister Thomas de Maizière Aufsehen. Er ist Teil seines Gastbeitrags in der „Bild am Sonntag“, in dem er zehn Thesen über eine „deutsche Leitkultur“ aufstellt.

Er definiert diesen Begriff so: „Über Sprache, Verfassung und Achtung der Grundrechte hinaus gibt es etwas, was uns im Innersten zusammenhält, was uns ausmacht und was uns von anderen unterscheidet.“

Dazu gehöre, sich die Hand zu geben und einander ins Gesicht zu schauen. Eine Anspielung auf die Verschleierung und verweigerte Handschläge von Muslimen.

Warum dieser Vorstoß von de Maizière?

Er betreibt Wahlkampf für seine CDU und versucht, sein eigenes Profil zu schärfen. Fünf Monate vor der Bundestagswahl geht es für die Partei darum, konservative Wähler etwa von der AfD zurückzuholen. Für ihn selbst könnte es auch um den Job gehen. Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die CSU nach der Wahl gerne einen ihrer Männer an Stelle von de Maizière als Innenminister sehen würde.

Braucht es diese „Leitkultur“? Darüber wird zum Beispiel auf Twitter viel diskutiert:

Und natürlich kommt auch der Spott über den Bundesinnenminister nicht zu kurz:

Quelle: Noizz.de