Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat wohl Gesetze von Obamacare verworfen und eine neue Regel aufgestellt. Damit wären trans* Menschen nicht mehr explizit geschützt und sind nun Diskriminierungen aufgrund ihrer Geschlechteridentität ausgesetzt. Gerade in Zeiten von Corona ist das ein großes Problem.

Ex-Präsident Barack Obama hat es mit Obamacare geschafft, Diskriminierung im Gesundheitswesen aufgrund des Geschlechts und der Geschlechteridentität auszuschließen. Am vergangenen Donnerstag soll nach Informationen von "Politico" das US-Ministeriums für Gesundheit und menschliche Dienste (Department of Health and Human Services, HHS) eine neue Regelung beschlossen haben, die den Transgender-Schutz der vorherigen Gesetzeslage aufheben soll. Ärzt*innen könnten demnach die Behandlung von trans* Personen einfacher ablehnen.

Schutz für LGBTQI-Patient*innen aufgehoben: Obamacare wird teilweise rückgängig gemacht

Auf der Homepage des Weißen Hauses steht bereits, dass die "Section 1557 des Affordable Care Act" – auch als Obamacare bekannt – überprüft wird. Gerade in Zeiten von Covid-19 stellt das ein großes Problem dar. LGBTQ-Befürworter haben die Sorge, dass so trans* Menschen noch schlechtere Chancen hätten, bei einer Erkrankung behandelt zu werden. Nach Informationen des Centers für American Progress geben 29 Prozent der Transgender-Erwachsenen an, aufgrund ihrer Geschlechteridentität von medizinischem Fachperson missachtet zu werden. Außerdem vermeiden sie den Arztbesuch häufiger, aus Angst vor Diskriminierung.

Mit der neuen Gesetzesänderungen wird der spezifische Schutz für LGBTQI-Patient*innen aufgehoben. Sie könnten demnach noch einfacherer diskriminiert und von der notwendigen Pflege ausgeschlossen werden – oder noch besorgter sein, Hilfe aufzusuchen.

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Quelle: Noizz.de