Natürlich tot, inklusive Baby.

An einer Küste Italiens wurde ein weiterer Wal an Land gespült - tot. Die hochschwangere Walkuh starb an 22 Kilogramm Plastik im Magen – Müllbeutel, Waschmittel-Verpackungen, Fischernetze. Wie viele Tiere müssen noch verenden, bis die Vermüllung der Ozeane endlich gestoppt wird?

Die exakte Todesursache wird aktuell noch untersucht, genau so wie der Tod des ungeborenen Kalbs. Fakt ist: Plastikmüll in den Meeren ist eine der größten Öko-Katastrophen unserer Zeit – mit bisher schwer absehbaren Folgen. Die genaue Anzahl an Walen, Fischen und anderen Meeresbewohnern, die aktuell an menschlichem Müll sterben und darunter leiden, kann man überhaupt nicht einschätzen. Videos von in Netzen eingeschnürten Schildkröten oder eben von Walfischen mit Bäuchen wie Müllcontainer, machen im Internet längst die Runde. Aber diese Tiere sind natürlich nur ein minimaler Bruchteil der Tragödie.

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Walfische sind der Vermüllung der Ozeane hilflos ausgeliefert. Bei der Nahrungsaufnahme schwimmen sie mit offenem Maul durch Schwärme von Krill oder anderen Kleinstlebewesen und schlucken diese mitsamt Wasser herunter. Das Wasser filtert der Körper dann wieder heraus. Eventueller Müll, der sich im Wasser befindet, gelangt so leider widerstandslos in den Magen der Tiere.

Erst letzte Woche hat das EU-Parlament ein Verbot von Wegwerfprodukten verabschiedet. Plastikteller, -besteck, Luftballonstäbe, Wattestäbchen sowie Strohhalme sind seitdem verboten – endlich.

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Quelle: Noizz.de