Gefunden wurde unter anderem ein toter Tiger, Hautfetzen und Werkzeuge.

Der illegale und grausame Handel mit dem vorm Aussterben bedrohten Tiger findet nicht nur in seiner Heimat Asien statt – sondern auch mitten in Europa. Gute 100 Kilometer nördlich von Prag entdeckte ein tschechisches Investigationsteam jetzt ein Schlachtort mit Überresten von Tigern.

Bei einer Großrazzia entdeckten die Ermittler vor Ort einen toten Tigerkörper, vier Hautstücken, Tigerkrallen, Tigerwein und traditionelle Werkzeuge – so der tschechische Zoll in einem Statement. Drei Verdächtige wurden verhaftet und 80.000 Euro gesichert.

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Leider ist das kriminelle Business mit dem Tiger zu lukrativ, als dass es vollkommen verhindert werden könnte. Auf dem Schwarzmarkt zahlt man 1.800 Euro für einen Kilo Tigerknochen. Tigerhaut geht für 18.000 Euro weg, und ein Liter Tigerwein gibt es für 90 Euro.

In Tschechien lebt die zweitgrößte vietnamesische Gemeinschaft in Europa, was die Behörden als möglichen Grund für eine Verbreitung des Tigerhandels nach Tschechien sehen. Es leben nur noch rund 3.000 Tiger in freier Wildbahn. Von neun Tiger-Arten sind drei bereits ausgestorben, der größte Faktor dessen ist die menschliche Jagd auf das Tier.

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Quelle: Noizz.de