Sex mit Tieren steht in immer mehr Ländern unter Strafe. In einigen Staaten gibt es allerdings kein explizites Verbot. Tierschützer*innen fürchten, dass sich in diesen Regionen Sodomie-Hotspot etablieren. Und auch Deutschland steht im Fokus der Aktivist*innen, denn: Sodomie ist in hierzulande keine Straftat.

"Mann missbraucht Pferd im Thurgau", "Frau bei Sex mit Hund gefilmt", "Bauer hatte jahrelang Sex mit seinen Tieren": Immer wieder schaudern Sodomie-Vorfälle durch die Medien. Zuletzt irritiere die Geschichte eines australisches Paars, das seinen eigenen Hund mehrfach sexuell missbrauchte. Durch einen Ermittlungs-Zufall fiel Polizist*innen ein Ordner auf dem Computer des Paars in die Hände. Der Titel: "Nicht ansehen – löschen, wenn wir sterben". Oh Boy, wie recht sie damit hatten. Ein Klick offenbarte zehn Videos, die das Paar beim Sex mit dem gemeinsamen Hund zeigen.

Glücklicherweise walten in Australien strenge Sodomie-Gesetze. Geschlechtsverkehr mit Tieren ist in den meisten Bundesstaaten seit Jahrzehnten, wenn nicht schon seit rund einem Jahrhundert, illegal – und als Straftat eingestuft. So sieht es allerdings nicht überall aus. Obwohl immer mehr Länder ein Verbot einführen, gibt es einige Ausnahmen. Und auch die Gesetzgebung in Deutschland lässt zu wünschen übrig.

Sex mit Tieren ist nie einvernehmlich

Immer wieder rechtfertigen zoophile Hundebesitzer*innen sexuelle Handlungen am eigenen Tier mit der Behauptung, in einer Partnerschaft mit dem Tier zu leben. Etliche Expert*innen sprechen sich dagegen aus. Die Tierrechtsorganisation Peta zitiert hierzu auf ihrer Website die Wissenschaftlerin Feddersen-Petersen:

Wenn Menschen sexuelle Handlungen an Hunden vornehmen, haben die Tiere durch ihre Lebensbedingungen schlicht keinerlei Wahlmöglichkeiten. […] Was als Wohlbefinden und Lustausdruck fehlinterpretiert wird, ist nicht selten das Verhalten eines Tieres, das einer extremen Belastungssituation ausgeliefert, also ihr gegenüber völlig hilflos ist.

Hinzu kommt, dass das misshandelte Tier in vielen Fällen verletzt, wenn nicht sogar getötet wird. Eine besonders widerliche Form der Sodomie ist der Sex mit kleinen Schlangen, die während des Aktes getötet werden – das Todeszucken soll die Stimulation intensivieren.

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Wird Malta zum Sodomie-Hotspot des Mittelmeers?

Obwohl immer mehr Länder Sodomie gesetzlich unter Strafe stellen, gibt es weiterhin Staaten, die durch kein vorhandenes Verbot, Zoophilen legalen Missbrauch ermöglichen. So auch Malta. Die Ersteller*innen einer neuen Petition fürchten sogar, dass der Inselstaat im Mittelmeer zu einem "perversen Touristenziel" werden könnte, sollten entsprechende Gesetze nicht bald etabliert werden.

Die Petition bezieht sich unter anderem auf einen Vorfall von Anfang September. Ein maltesischer Schafzüchter hatte einen Mann dabei erwischt, wie er sexuelle Handlungen an seiner Herde ausgeübte. "TVM" berichtete. Verurteilt wurde der Mann allerdings nicht wegen seiner bestialischen Tat. Ausschließlich wegen illegalem Zugang zu einem Privateigentum.

Sodomie ist in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit!

Der Straftatbestand der Zoophilie ist im Jahr 1969 abgeschafft worden. Mit der damaligen Strafrechtsreform wurden Straftatbestände aufgehoben, die eher dem sittlichen Empfinden dienten und nicht konkrete Rechtspositionen schützen. Erst 2013 wurde wieder am Tierschutzgesetz gerüttelt. Gemäß § 3 Satz 1 Nr. 13 ist es verboten, ein Tier für eigene sexuelle Handlungen zu nutzen oder für sexuelle Handlungen Dritter abzurichten oder zur Verfügung zu stellen und dadurch zu artwidrigem Verhalten zu zwingen.

Eine Straftat ist Sex mit Tieren trotzdem nicht. Es handelt sich lediglich um ein Bußgeld, das in Höhe von 25.000 Euro verhängt werden kann. Aus Sicht vieler Tierschützer*innen sollten sexuelle Handlungen am Tier ausnahmslos als Straftat eingestuft werden.

Auch Edmund Haferbeck von der Tierrechtsorganisation Peta hält wenig von dem Bußgeld, wie er schon 2016 im Interview mit der "Märkisches Allgemeinen" unterstrich. Warum die Gesetzgebung so schwach ausfällt, erklärte er so: "Der Gesetzgeber will bei allem, was mit Tieren zusammenhängt, so wenig wie möglich Verbote aussprechen [...]. Es soll keine starke Einschränkung im Umgang mit Tieren erfolgen, sie sollen dem Menschen fast uneingeschränkt dienen."

lsk

  • Quelle:
  • Noizz.de