Theunis Botha, 51 Jahre alt, leitete seit Jahren ein Jagdrevier in Zimbabwe.

Der stolze Südafrikaner führte eine Gruppe von Jagd-Touristen durch den Hwange National Park in Zimbabwe, was im Süden Afrikas liegt.

Botha war ein erfahrener Jäger, der die europäische „Monteria“-Jagd in Afrika einführte. Bei dieser Jagd treiben Hunde die Beute in die Richtung der Schützen.

Der Verlauf

Botha mit einer Gruppe von Jägern und seinen Hunden Foto: Theunis Botha Game Hounds Safaris / Facebook

Auf seiner letzten Jagd war er mit einem Rudel Hunde ausgestattet. Als die Gruppe in der Nähe der Good Luck Farms auf eine Herde Elefantenkühe traf, passierte das Unglück.

Drei der Elefanten griffen die Jagd-Gruppe an, liefen in hohem Tempo auf sie zu. Die Elefanten waren aggressiv, wollten ihre Kälber beschützen. Botha reagierte schnell und feuerte auf einen der Elefanten.

Was er jedoch nicht bemerkte – ein Elefant griff ihn von links an und packte ihn mit dem Rüssel, schüttelte ihn durch die Gegend. Um ihn zu retten, schoss einer der Jäger auf den Elefanten. Dieser wurde tödlich getroffen und sackte zusammen. Er begrub dabei den fünffachen Vater Botha unter sich, der sofort starb.

Bekannt unter Jägern Foto: Theunis Botha Game Hounds Safaris / Facebook

Wer in Zimbabwe auf Großwildjagd war, kannte Theunis Botha, behauptet die südafrikanische News-Webseite „Netwerk24“. Er betrieb die Theunis Botha Big Game Safari, die spezialisiert auf Leopard- und Elefanten-Jagd war.

Seine Klientel waren reiche Amerikaner. Um diese zu locken, bereiste er sehr häufig die USA und warb bei passionierten, wohlhabenden Jägern für seine Jagd.

Als seine Frau, Carike Botha, den Tod ihres Mannes auf ihrer gemeinsamen Facebook-Seite bekanntgab, regnete es lobende Kommentare für Botha.

Ein Kollege wurde von einem Krokodil getötet

Botha war ein enger Freund von Scott van Zyl. Der 44-jährige Jagd-Unternehmer wurde erst letzten Monat bei einer Jagd im Chikwaraka Camp in Zimbabwe von Krokodilen überrascht und getötet.

Er wurde am 7. April als vermisst gemeldet. Über seinen Tod war man sich sicher, als sein Rucksack am Ufer des Limpopo-Flusses und seine DNA im Magen eines, bei der Jagd getöteten, Krokodils entdeckt wurde.

Elefanten dort besonders bedrohlich

Im letzten Jahr wurde der Tourist Stephan Coetzee auch von einer Elefanten-Kuh getötet. Er war gerade dabei Fotos von den Dickhäutern zu machen, als sie auf ihn zustürmten. Er konnte nicht mehr fliehen und wurde niedergetrampelt.

Botha mit einem erlegten Elefanten Foto: Theunis Botha Game Hounds Safaris / Facebook

Vermehrt beklagen sich einheimische Dorfbewohner in der Region darüber, dass ihre Ernte und ihre Tierherden von Elefanten zerstört werden.

Cecil, der beliebteste Löwe der Welt

Die Großwildjagd steht weltweit jedoch sehr unter Kritik. Immer wieder werden Hobby-Jäger für ihre makaberen Fotos mit ihren Trophäen angeprangert.

Berühmtestes Beispiel der letzten Jahre war der Fall des Löwen „Cecil“. Im Sommer 2015 wurde er vom amerikanischen Zahnarzt Walter Palmer auf einer Jagd in Zimbabwe getötet.

Palmer war zusammen mit einem Guide auf der Pirsch. Unbewusst liefen sie in einen Nationalpark. Dort folgten sie dem schönen Löwen zwei Tage lang, bis Palmer ihn mit seinem Pfeil und Bogen tötete. Den Gnadenschuss gab es dann mit dem Gewehr.

Diese Aktion und das von Palmer gepostete Foto sorgten damals weltweit für Empörung.

Quelle: Noizz.de