Der Rapper wollte sein Urteil feiern – doch dann wurde ein Crew-Mitglied von ihm angeschossen.

„69“ steht als Tattoo auf der Stirn vor 6ix9ine geschrieben, versteckt unter seiner buntgefärbten Haarmähne. Daniel Hernandez, wie der US-Rapper mit bürgerlichem Namen heißt, ist bekannt für sein schrilles Aussehen. Doch leider stehen gerade nicht nur seine Musik und sein auffälliger Style im Vordergrund. Denn 6ix9ine – gelegentlich auch Tekashi69 genannt – wurde für vier Jahre auf Bewährung und 1.000 Sozialstunden verurteilt. Damit ist er knapp einer Haftstrafe entkommen. Doch als der Rapper nun kürlzich das Urteil feiern wollte, kam es unerwartet zu einer Schießerei.

Was ist passiert?

Das doch eher milde Urteil wollte 6ix9ine mit seinem Team in einem Restaurant in New York feiern. Dort sollte er laut dem amerikanischen Onlinemagazin „TMZ“ auch Rekord-Exekutivdirektor Elliot Grainge zum Abendessen treffen. Dieser wartete im Restaurant mit seinen beiden Leibwächtern, dem pensionierten NYPD-Detektiv Efrain Vasquez und Maurice Fernandez.

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Als 6ix9ine mit seiner Crew ankam, gab Fernandez zu verstehen, dass sein Team nicht willkommen sei. Während der Rapper sich zurückzog, bestand sein sieben-köpfiges Gefolge darauf, in das Restaurant zu gehen. Sie drohten mit Schüssen – worauf die Situation eskalierte. Als Fernandez seinen Leibwächter-Partner Vasquez zu sich rief, schrie einer der Männer von 6ix9ine angeblich: „Erschieß diese Motherf***er! Feuer!" Als Vasquez darauf mit einem Stuhl geschlagen wurde, zog er seine Waffe und feuerte zwei Schüsse ab. Dabei wurde einer von 6ix9ines Leuten in den Bauch getroffen.

Warum kam es überhaupt zu einer Verurteilung?

6ix9ine gab 2015 zu, mit einer damals 13-Jährigen sexuelle Handlungen vollzogen zu haben. Er drehte dabei ein Video und teilte es auf seinen Social-Media-Kanälen. Da der 22-jährige Rapper damals im Rahmen einer „jugendlichen Straftäter"-Vereinbarung angeklagt wurde, hätte er die Haftzeit oder weitere Bewährungen, vermeiden können.

Dafür hätte sich 6ix9ine zwei Jahre lang aus Schwierigkeiten raushalten und einen GED-Test abschließen müssen – vergleichbar mit einem High-School-Zeugnis. Doch der Rapper wurde 2018 zweimal verhaftet und hätte dementsprechend eigentlich schon zu einer Haftstrafe verurteilt werden müssen.

Im Mai soll er angeblich einen 16-jährigen Fan in einem texanischen Einkaufszentrum angegriffen haben, weil dieser heimlich den Rapper gefilmt haben soll. Kurz darauf wurde er erneut beschuldigt, einen Polizist auf einem Bahnhof angegriffen zu haben.

Als 6ix9ine zu einer Gefängnisstrafe verurteilt werden sollte, gab die Staatsanwältin Sara Weiss weitere Details über die sexuelle Handlung und das anschließende Video von 2015 preis. Laut dem Online-Magazin „Vulture“ beschrieb sich 6ix9ine für sein Verhalten sogar selbst als „Drecksack“. Der Rapper betonte aber auch seine guten Taten, die er in vergangener Zeit auch auf Social-Media-Kanälen zur Schau stellte:

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So traf er beispielsweise seine Familie in Mexiko, verteilte in einer Schule jede Menge Geld – und besuchte ein achtjähriges Mädchen, das wegen eines Gehirntumors im Krankenhaus lag. 6ix9ine nutzte seine Tat für die Verurteilung: „Euer Ehren, wenn ich so ein schlechter Mensch wäre, warum sollte sein letzter Wunsch sein, mich zu sehen?", fragte er Richterin Felicia Mennin.

Diese hatte Nachsicht: 6ix9ine erhielt keine Haftstrafe. Er wurde mit vier Jahren Bewährung und 1.000 Zivildienststunden verurteilt. Doch nach dem Urteil kam es zu der besagten Schießerei. Die Polizei nahm zwei Leute von 6ix9ine fest: Faheem „Crippie“ Walter und Zachary Bunce. Der Rapper selbst soll laut „TMZ“ nicht an der Schießerei beteiligt gewesen sein.

Quelle: Noizz.de