Da ist aber jemand richtig, richtig in Rage.

Donald Trump ist in seinen gut 100 Tagen im Amt schon oft und hart kritisiert und auch beleidigt worden, aber so wie Stephen Colbert hat wohl noch niemand den US-Präsidenten öffentlich bepöbelt.

„Wenn Sie ein Mitglied der CBS-Familie beleidigen, dann beleidigen Sie uns alle“, motzte Late-Show-Host Colbert in seiner vergangenen Sendung.

Trump hatte ein Interview mit John Dickerson, dem Moderator der CBS-Talkshow „Face the Nation“, nach mehrfachen kritischen Nachfragen zu seinen unbelegten Abhörvorwürfen einfach abrupt beendet. Und auch noch gestichelt: „Ich liebe Ihre Sendung. Ich nenne sie 'Deface the Nation'.“

Rant aus Solidarität

Das war zu viel für Stephen Colbert, er erklärte sich inbrünstig solidarisch mit seinem Kollegen. „John Dickerson ist ein ehrlicher Journalist und einer der kompetentesten Menschen, die je Ihr Büro betreten haben – und Sie behandeln ihn SO?“

Weil Dickerson „viel zu viel Würde“ besäße um von Angesicht zu Angesicht „Beleidigungen mit einem Präsidenten der Vereinigten Staaten auszutauschen“, würde Colbert kurzerhand selbst einspringen. „Aber ich, Sir“, warnte er, „bin kein John Dickerson.“

Und dann zog Colbert so richtig vom Leder:

„Sie ziehen mehr Glatzen an als kostenloses Haarwuchsmittel!“

„Sie sprechen wie ein Zeichensprachen-Gorilla, der einen Schlag auf den Kopf bekommen hat!“

„Sie sind der Präsidumm, aber sie verwandeln sich in einen Pricktator!“ Kleine Anmerkung: Prick ist ein englisches Slang-Wort für Penis.

Und schließlich feuerte Stephen Colbert die härteste Beleidigung ab: „Das einzige, wofür Ihr Mund gut ist, ist ein Halfter für Wladimir Putins Penis zu sein.“

Natürlich sind weder Trump noch Putin für Ihre Fairness und Ausgewogenheit bekannt, aber das geht vielleicht doch ein Stückchen zu weit unter die Gürtellinie.

Quelle: Noizz.de