Gras macht alt, und zwar schnell.

Was lässt unser Gehirn altern? Diese Frage haben sich Wissenschaftler in Kalifornien gestellt und dazu die umfangreichste Hirnstudie angefertigt, die es je gab: Insgesamt 62.454 Gehirntest an 31.227 Personen wurden durchgeführt wurden, vom neun Monate alten Baby bis hin zu Personen jenseits der 100.

Die Forscher konnten mehrere Muster erkennen, die daraufhin deuten, was das Gehirn schneller altern lässt. Dabei ging es ihnen nicht nur um Drogen, sondern auch um psychische Erkrankungen. Das Hirn eines Schizophrenen altert demnach etwa vier Jahre schneller, bei einer biploaren Störung, wie sie bei Popstar Demi Levato diagnositiziert ist, gehen die Forscher von 1,6 Jahren weniger Lebenszeit aus.

Interessant wird es aber, was die Daten zu Cannabis und Alkohol angeht. Während das Hirn von Menschen mit übermäßigem Marihuana-Konsum um 2,8 Jahre schneller altert, liegt der Wert für harte Trinker nur bei 0,6 Jahren.

Leitender Autor Dr. Daniel Amen, sagte: „Die Entdeckung des Cannabismissbrauchs war besonders wichtig, da unsere Kultur Marihuana als harmlose Substanz zu sehen beginnt. Diese Studie sollte uns eine Pause machen.“

Um diese Werte zu erhalten, hat das Team auch den Blutfluss in 128 Regionen des Organs unter die Lupe genommen, um deren Zustand mit dem tatsächlichen Alter der Person zu vergleichen.

Laut Wissenschaftler Sachit Egan ist es „ein wichtiger Schritt, um zu verstehen, wie sich das Gehirn während seines Lebens verändert“.

Quelle: Noizz.de