Die Pakete sollen trotzdem ankommen.

Auch im sechsten Jahr des Arbeitskampfes bei Amazon nutzt die Gewerkschaft Verdi dessen werbeträchtigen Sonderverkaufstag für Streiks. Zum Prime Day sollen Beschäftigte in den Standorten Leipzig, Bad Hersfeld, Graben, Rheinberg, Werne und Koblenz die Arbeit niederlegen.

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Bei Amazon-Zentren in Polen und Spanien soll ebenfalls gestreikt werden. „Arbeitskräfte sind nicht zum Schnäppchenpreis zu haben“, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago.

Arbeitskampf bislang erfolglos

Hintergrund ist der seit 2013 schwelende Konflikt um einen Tarifvertrag für die bundesweit rund 16.000 Beschäftigten des US-Händlers, der sich bislang jeglicher Verhandlungen mit Verdi verweigert hat. Man könne auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber sein, hatte zuletzt eine Unternehmenssprecherin betont.

Das Unternehmen befürchtet keine Auswirkungen der Streiks, weil der weitaus größere Teil der Belegschaft regulär arbeite. „Die Pakete kommen an“, erklärte eine Sprecherin in München am Montag.

Quelle: Noizz.de