Hätten wir an ihrer Stelle auch nicht mehr.

Mit gerade einmal 14 Jahren ist Millie Bobby Brown schon ein internationaler Star: Durch ihre Rolle als Eleven in der Netflix-Serie „Stranger Things“ ist das Mädchen einem großen Publikum bekannt. Das brachte ihr nicht nur eine Emmy-Nominierung als beste Nebendarstellerin ein: Das amerikanische Time Magazine nahm sie im vergangenen Jahr auch in ihrer Liste der 100 einflussreichsten Personen weltweit auf – als jüngste Person aller Zeiten.

So viel schneller Ruhm kann aber auch seine Probleme mit sich bringen. Brown ist seit einiger Zeit Opfer eines rassistischen und homophoben Internethypes, der unter anderem unter dem Hashtag #takedownmilliebobbybrown zu beobachten ist.

Laut verschiedenen Medienberichten begann das Meme um die Schauspielerin mit dem Tweet eines Trolls im vergangenen November. In mehreren Tweets wurde behauptet, Brown habe mit dem Twitter-User kein Foto machen wollen, da die Frau Muslimin sei und ein Kopftuch getragen habe. Brown soll ihr sogar das Tuch vom Kopf gerissen haben.

Dieser Vorfall hat nie stattgefunden. In einer gut geölten Trollcommunity ist das allerdings auch vollkommen irrelevant. Aus der Geschichte entwickelten sich weitere fiktive Stories um Brown, die sie nicht nur antimuslimisch, sondern auch homophob darstellten. Der Hashtag #Takedownmilliebobbybrown war geboren, in dem User immer absurdere Lügen um die 14-Jährige erfanden.

Ein tieferer Sinn ist in dem Hashtag nicht zu finden. Brown setzt sich unter anderem für die Unicef ein und betreibt auch den Twitteraccount @milliestopshate. Dort sprach sich die Schauspielerin schon vor der Hetzkampagne gegen Hatespeech und Onlinehass aus. Es scheint so, als habe eine Trollarmee einfach Spaß daran, über einen Menschen möglichst absurde Lügen zu verbreiten.

Dass solche Geschichten an einem 14-jährigen Mädchen nicht spurlos vorbeigehen, zeigte sich in den vergangenen Tagen. Brown hatte offenbar genug von der Kampagne. Auf Twitter ist seit Mittwoch nur noch ihr Zweitaccount aktiv, der Accout @milliebbrown wurde gelöscht.

Explizit zu dem Schritt geäußert hat sich Brown bisher nicht. Auf Instagram soll sie am Mittwoch in einer Story allerdings ein Selfie gepostet haben mit den Zeilen „good vibes only“. Ein Statement, das wir nicht nur Brown, sondern auch allen anderen Menschen wünschen, die Opfer von Hatespeech werden.

Quelle: Noizz.de