Es ist der Stoff, aus dem Albträume sind.

Bevor er Betreiber der rechten Hetzplattform Breitbart und später Trumps Chefstratege wurde, versuchte sich Stephen Bannon eine Zeit lang in Hollywood: mit bescheidenem Erfolg.

Auf der geschäftlichen Seite hat er sich bei der Sitcom „Seinfeld“ eingekauft. Auf der kreativen Seite hingegen lief es weniger rund. Bannon hatte unter anderem die Idee für ein echt schräges Hip-Hop-Musical. Es trägt den Titel „The Thing I Am“ und basiert auf der Shakespeare-Tragödie „Coriolanus“ von 1607, spielt allerdings im Jahr 1992 zur Zeit der Ausschreitungen in Los Angeles.

Schimpfwörter und wirre Sätze

Bannons Mitwirken an dem Musical wurde Ende vergangenen Jahres kurz nach seiner Nominierung zum Chefstrategen im Weißen Haus bekannt; jetzt hat der Video-Sender „NowThis“ eine Riege von Schauspielern und Schauspielerinnen zusammengetrommelt und an einen großen Tisch gesetzt, um das skurrile Stück lesen zu lassen.

Schauspieler Rob Corddry (46) sagte in einem „NowThis“-Statement: „Als ich hörte, dass das Bannon-Skript vorgelesen werden sollte, habe ich mich wirklich darüber gefreut und musste einfach dabei sein.“ Was bei dieser Lesung herausgekommen ist, ist... nun ja.... etwas verstörend.

Es gibt eine Menge politisch höchst unkorrekter Schimpfwörter und Sätze, die so abstrus sind, dass die Schauspielerin in einem Fall noch mal von vorne anfangen muss: „Stillen ist nicht sehenswerter, als wenn eine Stirn Blut ausspuckt.“ Aha, okay.

Und ja, es geht noch schlimmer

Bannons ehemalige Schreibpartnerin Julia Jones, die 18 Jahre mit ihm zusammengearbeitet hat, erzählte „The Daily Beast“, das Musical wäre hauptsächlich Bannons Idee und sie für den Großteil der Rap-Lyrics verantwortlich gewesen. Bannon hätte anschließend Dinge hinzugefügt und erklärt, dass alle Typen wie er wären.

„The Thing I Am“ dürfte Bannons bekanntester, aber lange nicht sein einziger Hollywood-Flop sein. So soll er unter anderem an einer erotischen Weltraum-Adaption von Shakespeares „Titus Adronicus“ gefeilt haben. Kleiner Auszug aus dem Drehbuch gefällig? „Er klettert auf sie und ihre Formen lösen sich auf, vermischen und verwischen sich in einer erotischen Szene von ektoplasmischem Sex.

Fast ein bisschen schade, dass daraus nichts geworden ist...

Quelle: Noizz.de