Studie beweist: Schule sollte später am Tag anfangen

Robin Kittelmann

Politik, Gesellschaft, Motor
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Aus diesen Mündern kommt nur heiße Luft und keine schlauen Antworten Foto: srf.ch

Völlig zerstörte Schüler und Lehrer helfen niemandem.

Es gibt Schöneres als jeden Morgen um 6 oder 7 aus dem Bett zu fallen, weil der Wecker einen wachklingelt. Für Schüler ist das aber leider Alltag, wenn der Unterricht – wie üblich – um 8 Uhr anfängt.

Dann sitzen sie in überfüllten Klassenzimmern – und sind einfach nur müde. Den Lehrern geht es oft nicht besser.

Viel Lernstoff kann unter diesen Bedingungen nicht vermittelt werden. Das bestätigt jetzt eine Studie der RAND Corporation. Ausgeschlafenere Schüler könnten bessere Leistungen erbringen. So weit, so uninteressant – denn das ist nichts Neues.

Doch ausgeschlafene Schüler sind auch gut für die Wirtschaft!

Die RAND Corporation hat errechnet, dass die USA in den nächsten zwei Jahren 8,6 Milliarden Dollar einsparen könnten, wenn der Schulbeginn auf 8:30 Uhr verlegt würde. Nach 15 Jahren wären sogar jährliche Einsparungen bis zu 9,3 Milliarden drin.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Der spätere Unterrichtsbeginn könnte auch Selbstmordraten und Fettleibigkeit unter den Schülern senken.

Außerdem behauptet die Rand Corporation: Es gäbe dann auch weniger Verkehrsunfälle. Klingt logisch: Ein wandelnder Zombie mit Schultasche schlurft eher vor ein Auto als ein ausgeschlafener Schüler.

Dass in Deutschland die Uhrzeit für den Schulbeginn verändert wird, ist unwahrscheinlich. Bildungspolitik ist in Deutschland Ländersache. Also müsste sich die die Umstellung jedes Mal einzeln in den 16 Bundesländern durchsetzen.

Quelle: stern.de

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