Das hatte sich Snap wohl anders vorgestellt...

In den USA hatte der Verkaufsstart der „Spectacles“ einen riesigen Hype ausgelöst. Vor sechs Monaten kam die Brille mit eingebauter Kamera dort auf den Markt, die Leute standen Schlange für DAS Snapchat-Gadget schlechthin.

Was sie kann? Sie filmt bis zu dreißig Sekunden lange Videos, die auf dem eigenen Snapchat-Kanal geteilt werden können. Die Action-Cam der „Snap Inc.“, quasi, dazu noch stylisch und modern.

Seit Freitagmorgen sind die Dinger in Europa erhältlich, Berlin ist der einzige Verkaufsort in Deutschland. Und was soll man sagen? Es lief schleppend an. Als wir vorbeischauten, um uns eine Brille zu sichern, waren nur geladene Journalisten anwesend. Spectacles-Hype? Fehlanzeige.

Es passt in das Bild, das Snapchat-Mutter „Snap inc.“ aktuell abgibt. Von Instagram- und sogar WhatsApp-Stories überholt, ist der Aktienkurs im Sinkflug. Die Brillen kommen auch nicht so an wie gewünscht. Im Mai gab das Unternehmen bekannt, dass 90.000 Stück weltweit verkauft wurden. Bei ca. 150 Millionen Nutzern eine verschwindend geringe Zahl.

Liegt es am Preis? Eine Spectacle-Brille kostet 149,99 Euro. Oder daran, dass Datenschützer vor juristischem Ärger warnen, wenn man jeden Mitmenschen einfach so filmt? In Berlin zumindest durfte der „Snapbot“, der gelbe Verkaufsautomat, zunächst nicht viele Brillen ausspucken.

Quelle: Noizz.de