Es gibt überraschend viele Stars mit ähnlichen Diagnosen.

Psychische Erkrankungen sind ein Tabuthema - obwohl in Deutschland jedes Jahr fast 27,7 % der Bevölkerung betroffen sind. Mariah Carey hat damit nun gebrochen. Gegenüber "People" gesteht sie, seit Jahren an einer bipolaren Störung zu leiden. Sie hatte die Diagnose nach ihrem Nervenzusammenbruch erhalten, sagte sie dem US-Magazin.

Zunächst versuchte sie, die Realität zu verdrängen

"Ich wollte es nicht glauben. Bis vor Kurzem habe ich es verleugnet und in Isolation gelebt und in ständiger Angst, dass mich einer bloßstellen könnte", sagt sie. Eine Behandlung lehnte sie zunächst ab.

Eine bipolare Störung äußert sich in phasenhaften, extremen Stimmungsschwankungen. Die Betroffenen schwanken zwischen Depression und Antriebslosigkeit sowie Manie und Aktivität. "Ich habe gearbeitet und gearbeitet und gearbeitet ... ich war gereizt und hatte ständig Angst davor, dass mich die Leute enttäuschen. Und es stellte sich heraus, dass das eine Form der Manie war", erinnert sich Carey. "Irgendwann war ich am Ende. Ich denke, meine depressiven Episoden zeichneten sich durch wenig Motivation aus."

Schließlich stimmte sie einer Behandlung zu und es ging bergauf: "Ich nehme tatsächlich Medikamente und die scheinen ziemlich gut zu wirken", erklärt sie.

Heute ist Mariah Carey wieder glücklich. Ihre kleine Tochter ist inzwischen sechs Jahre alt Foto: Jordan Strauss / dpa

Diese fünf Promis sprechen ebenfalls offen über ihre psychische Störung

Mariah Carey ist nicht der erste Promi, der öffentlich über seine psychische Erkrankung spricht. Tatsächlich gibt es überraschend viele Stars, die an einer bipolaren Störung, an Depressionen oder Zwängen leiden. Psychologen begründen das so: Menschen mit psychischen Erkrankungen sind tendenziell sensibler, perfektionistischer und somit leistungsstärker als andere Menschen. Zudem leiden sie meist an einem geringen Selbstwertgefühl. Das steigert das Streben nach Anerkennung und Prominenz.

Wie andere Stars über ihre psychischen Krankheiten sprechen, fasste aplus.com zusammen:

1. Adam Levine, Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS)

Sänger Adam Levine ("Wait") Foto: adamlevine / Instagram

"Als ich die Diagnose ADHS bekam, hat mich das nicht überrascht. In der Highschool konnte ich mich nur sehr schwer konzentrieren. Heute glaube ich, die Leute merken jeden Tag, dass ich ADHS habe. Wenn ich mich nicht konzentrieren kann, dann kann ich mich wirklich nicht konzentrieren."

2. Leonardo DiCaprio, Zwangsstörung

Schauspieler Leonardo Dicaprio ("The Revenant") Foto: Leonardo Dicaprio / Instagram

"Ich weiß noch, wie mein Visagist und mein Assistent mich zum Set (von Aviator) brachten und sagten: ‚Oh Gott, wir werden zehn Minuten für den Weg brauchen, weil er zurückgehen und da drauf treten muss, dann muss er die Tür berühren und rein- und wieder rausgehen."

3. Hayden Panettiere, Wochenbettdepression

Schauspielerin Hayden Panettier ("Nashville") Foto: haydenpanettier / Twitter

"Da gibt es viele falsche Vorstellungen. Die Leute glauben, dass das nicht echt ist, dass sich die Frauen das einbilden, dass das ‚bloß die Hormone‘ sind. Sie tun es ab. Dabei hat man das gar nicht unter Kontrolle. Es tut wirklich weh, es macht einem Angst, und die Frauen brauchen wirklich Hilfe."

4. Demi Lovato, Bipolare Störung

Sängerin und Schauspielerin Demi Lovato ("Sorry Not Sorry") Foto: ddlovato / Instagram

"Ich saß mit meinem Manager und meiner Familie zusammen und sprach mit ihnen darüber, ob ich meine Probleme öffentlich machen sollte. Ich wusste: Es gab zwei Möglichkeiten. Entweder rede ich nicht über meinen Klinikaufenthalt und hoffe, dass keiner davon erfährt. Oder ich spreche offen darüber und mache Menschen Mut, sich bei Problemen Hilfe zu suchen. Und das habe ich dann getan."

5. John Green, Depression, Angststörung, Zwangsstörung

Autor John Green ("Das Schicksal ist ein mieser Verräter") Foto: johngreenwritesbooks / Instagram

„Wie Millionen andere Leute nehme ich Medikamente zur Behandlung meiner psychischen Krankheit. Die Behandlung chronischer Krankheiten darf man nicht stigmatisieren.“

Quelle: Noizz.de