Zuletzt häuften sich Berichte über vergiftete Shisha-Raucher.

Immer mehr Shisha-Raucher müssen mit schweren Kohlenmonoxid-Vergiftungen behandelt werden. Nun schlagen Ärzte Alarm und fordern verpflichtende Kohlenmonoxidmelder in Shisha-Bars.

Die Ärztekammer Nordrhein rief die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen in einem entsprechenden Beschluss vom Samstag zum Handeln auf. In vielen Lokalen werde rund um die Uhr Wasserpfeifenkohle verbrannt, die zu hohen Kohlenmonoxidwerten in der Raumluft führe. Das kann lebensgefährlich sein!

Kontrollen der Ordnungsämter hätten gezeigt, dass in einigen Bars der CO-Wert um fast das Zehnfache erhöht sei im Vergleich zu dem Wert, der durch die Berufsgenossenschaften noch als unbedenklich definiert wird.

Das Universitätsklinikum Düsseldorf hatte kürzlich berichtet, dass Kohlenmonoxidvergiftungen beim Rauchen von Wasserpfeifen zunehmen (NOIZZ berichtete).

Demnach wurden im laufenden Jahr allein an diesem Krankenhaus bereits 40 Raucher von Wasserpfeifen mit einer Vergiftung behandelt. Immer wieder gibt es Meldungen von CO-Vergiftungen in Shisha-Bars. So berichtete die Polizei im April diesen Jahres von sechs Verletzten in Pforzheim, weil dort eine Bar wohl nicht richtig gelüftet worden war.

Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb- und geruchloses Gas, das den Transport von Sauerstoff im Blut blockieren kann. Bei einer Vergiftung kommt es zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Bewusstlosigkeit – und im schlimmsten Fall zum Erstickungstod.

[Text: dpa/AFP]

Quelle: Noizz.de