Stellt euch vor, ihr seid gläubig, befindet euch in einer schweren Lebensphase, sucht bei eurem Pfarrer nach Hilfe – und er nutzt die Situation für sexuelle Übergriffe aus. Genauer gesagt für Blowjobs. Der Vorwand: "Exorzismus"-Rituale. So passiert im US-Bundesstaat New Jersey.

In der 40.000-Einwohner-Stadt Linden soll der 69-jährige presbyterianischer Pfarrer William W. mehrere Gläubige für Oralsex missbraucht haben. Der Pfarrer ordnete den Opfern laut "queer.de", unter dem Vorwand "böse Geister" auszutreiben, an, sich nackt auszuziehen und still hinzulegen. William W. habe dann vorgegeben, Dämonen aus dem Körper der Opfer zu saugen – mittels Oralsex. Die Opfer befanden sie sich nach eigener Aussage in einer extrem labilen Phase ihres Lebens als sie bei dem Pfarrer nach Rat suchten.

Ein Priester in einer Kirche (Symbolfoto)

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Die Vorwürfe gehen auf das Jahr 1999 zurück. Laut "Newsweek" soll der Pfarrer bei einem Opfer etwa seine Zunge in den Mund geführt und sie dort herumbewegt haben, "um zu sehen, ob ich etwas in meinem Mund oder Rachen hatte" – so das Opfer. Daraufhin soll der Täter Oralsex an dem Gläubigen durchgeführt haben. "Dann nahm er mein Ejakulat auf und spuckte mehrere Plastik- oder Metallstücke in einen Ziploc-Beutel aus." Der Pfarrer soll behauptet haben, die Stücke seien "Treffer", die aus böser Energie entstanden seien und entfernt werden haben müssen.

Täter bestreitet Vorwürfe nicht

Der Täter? Bestreitet die Vorwürfe laut Anwalt der Kläger*innen bisher nicht. Er selbst soll gegenüber den Opfern behauptet haben, es handele sich um "Exorzismus"-Rituale, die er von amerikanischen Ureinwohner*innen erlernt habe.

Insgesamt haben drei männliche Gläubige und eine weibliche Diakonin (bei ihr habe der Pfarrer am Bauchnabel gesaugt) bei einem Gericht Anzeige gegen den Pfarrer, die Diözese und die presbyterianische Kirche gestellt. Im Januar sollte sich William W. eigentlich einem Gerichtsverfahren der Kirche stellen. Einen Tag vor Beginn des Verfahrens ging er jedoch plötzlich in den Ruhestand. Das Verfahren war damit nicht mehr möglich.

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Quelle: Noizz.de