Sex-Attacke im Livestream: Während einer Unterrichtspause zwang ein 18-Jähriger ein 7-Jähriges Mädchen zum Oral-Verkehr. Der*die Lehrer*in sah den Kindesmissbrauch im Livestream und rief die Polizei. Es sei aber nicht das erste Mal, dass der Oberstufenschüler die Erstklässlerin sexuell belästigt hätte.

In Chicago wird ein 18-jähriger Mann ohne Kaution festgehalten, nachdem er ein 7-jähriges Mädchen am Donnerstag während eines Livestream mit ihrer Schulklasse sexuell missbraucht hat. Der Oberstufenschüler Catrell Walls wurde vor Kurzem im Besitz einer geladen Handfeuerwaffe festgenommen, woraufhin sich der Richter gegen eine Kaution entschloß.

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Lehrer*in sah Sex-Attacke im Livestream-Unterricht – und rief die Polizei

Wie die "Chicago Tribune" berichtet, befand sich die Erstklässlerin in einer Google e-Learning Sitzung mit ihrer Schulklasse. Während einer Unterrichtspause hatte sie ihr Mikrofon ausgestellt, aber die Kamera angelassen. Als der*die Lehrende den Oral Sex zwischen dem Mädchen und dem Angeklagten sah, gab er*sie den anderen Schüler*innen mehrmals die Anweisung, auszuloggen. Danach rief er*sie den Namen des Opfers and sagte ihr, sie soll die Kamera ausmachen. Walls schloß daraufhin den Laptop.

Der*die Lehrerin rief die Polizei, den*die Schulleiter*in und das Illinois Kinder- und Jugendamt an. Das Mädchen befand sich bei einem*r Verwandten zuhause. Behörden fuhren zum Aufenthaltsort des Opfers und nahmen Walls nachmittags am selben Tag fest.

Seit dem 7. Lebensjahr wurde das Opfer sexuell missbraucht

Während seiner Festnahme fing der Oberstufenschüler, laut der Chicagoer Zeitung, an zu weinen. "Ich weiß nicht, wieso", sagte er, und wiederholte, "Es tut mir leid, es tut mir leid."

Die Siebenjährige erzählte den Ermittlungsbehörden ursprünglich, dass Walls sie "nur geschlagen" hätte. Später gab sie aber zu, dass sie öfters von Walls missbraucht wurde. Die Assistierende Staatsanwältin von Cook County Andrea Turano teilte dem Gericht mit, das Opfer hätte ihr gesagt: "'Er hat mich gezwungen, meine Lippen auf (ihn) zu legen und das ist schonmal passiert, und ich will nicht, dass mein Papa das weiß, es ist ein Geheimnis.'"

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Walls gestand die Livestream-Attacke und dass er die Erstklässlerin schon seit ihrem siebten Lebensjahr sexuell missbrauchen würde, berichtet "Chicago Sun-Times". Der Oberstufenschüler hat keine vergangen Sexual- oder Strafdelikte vorzuweisen. Nach Angaben seiner Verteidigung sei er mit einer Störung diagnostiziert worden, die seine Impulskontrolle und seine Konzentration einschränkt. Der 18-Jährige steht das nächste mal am 19. Oktober vor Gericht.

  • Quelle:
  • Noizz.de