Die Entschuldigung der Krankenhaussprecherin: Wir hatten zu wenig Ärzte.

Sie wollten bloß Einkaufen fahren – doch dann kommt alles anders. Als ein Ehepaar aus Puchheim (Bayern) am 29. Juli zum Supermarkt aufbricht, bekommt die Ehefrau (37) auf einmal Blutungen. Sie ist im dritten Monat schwanger.

Wir waren so geschockt, dass wir ohne zu zögern in die Notaufnahme gefahren sind“, erzählt ihr Mann gegenüber dem Münchener Merkur. Doch als die beiden dort ankommen, empfängt sie eine böse Überraschung: Vier Stunden Wartezeit in der gynäkologischen Notambulanz!

Gegenüber der Krankenschwester am Empfang erklärt die 37-Jährige, dass sie zwar Blutungen aber keine Schmerzen habe.

„Ich habe immer wieder gefragt, warum niemand sie untersucht“, erzählt der Ehemann weiter. Doch die Begründung fällt spärlich aus: Es sei nur ein Arzt anwesend. Ein anderes Mal erhält der Mann gar keine Antwort.

Vier Stunden später kümmert sich dann doch endlich eine Ärztin um die Schwangere. Nach einer Untersuchung wird ihr mitgeteilt, dass sie in drei Stunden operiert werde.

Doch als es soweit ist, können die Ärzte nur noch den Tod des Fötus feststellen. Ihren Angaben nach war es schon zu spät für das Ungeborene, als das Paar im Krankenhaus ankam.

Laut einer Krankenhaussprecherin befand sich die gynäkologische Notaufnahme am 29. Juli in einem Ausnahmezustand. Zwei Ärztinnen seien für vier Kreißsäle zuständig gewesen. „Wir bedauern, dass die Puchheimerin so lange warten musste. Das lag auch daran, dass ihre Lage nicht lebensbedrohlich war“, sagte die Sprecherin.

Quelle: Münchener Merkur