Am Freitag steht der nächste Ryanair-Streik an

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Noch ein Ryanair-Streik steht den Passagieren der irischen AIrline bevor. Foto: Lucas Davies / unsplash.com

Nicht schon wieder ...

Langsam reißt wohl auch bei den geduldigsten Passagieren der Geduldsfaden: Morgen (Freitag, 28. September) werden nicht nur die Flugbegleiter in einigen europäischen Ländern streiken, sondern auch die Piloten des Billigfliegers Ryanair in Deutschland. Mit Verdi könnte sogar eine weitere Gewerkschaft dazu stoßen. Trouble Friday!

Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat die in Deutschland beschäftigten Piloten des Billigfliegers zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Zuvor hatten schon die Flugbegleiter des irischen Konzerns in Spanien, Portugal, Italien, den Niederlanden und Belgien einen Streik angekündigt.

Beide Berufsgruppen fordern höhere Gehälter und neu strukturierte Arbeitsverhältnisse, etwa planbarere Einsatzzeiten – wie so oft schon in der Vergangenheit.  Zudem will die Gewerkschaft Verdi heute verkünden, ob sich auch die deutschen Flugbegleiter dem Streik anschließen.

Ryanair hat wegen der Streiks an diesem Freitag, an dem in mehreren Bundesländern die Herbstferien beginnen, europaweit 150 Flüge abgesagt. Darunter auch einige Flüge in Berlin-Schönefeld. Eine genaue Liste der betroffenen Verbindungen legt die Airline üblicherweise nicht vor. Die überwältigende Mehrheit des Personals werde aber normal arbeiten, hatte Ryanair angekündigt. Der weitaus größere Teil der über 2400 geplanten Europaflüge solle stattfinden.

Wie kam es zu dem erneuten Arbeitskampf?

Cockpit teilte mit, betroffen seien alle Verbindungen, die in dieser Zeit aus Deutschland abfliegen sollen. Die Vereinigung begründete ihren Aufruf damit, dass Ryanair seit dem vergangenen Arbeitskampf kein verbessertes Angebot gemacht habe. Zudem sei bislang keine Schlichtungsvereinbarung zwischen der Fluggesellschaft und der Vereinigung Cockpit erzielt worden.

Ryanair sieht sich seit Monaten teils koordinierter Streiks sowohl der Piloten als auch der Flugbegleiter in verschiedenen europäischen Ländern ausgesetzt. Das Personal will höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen nach dem jeweiligen nationalen Recht erreichen.

Bleibt abzuwarten, wie lange die Kunden das noch mitmachen – zuletzt machte sich die Billigairline nicht gerade beliebt. So änderte sie etwa ihre Regeln für das Handgepäck, die ab dem 1. November 2018 in Kraft treten. Ab dann dürfen Passagiere kein größeres Handgepäckstück mehr umsonst mitnehmen, sondern müssen es kostenpflichtig dazu buchen.

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: dpa

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