Ok, wir sollten wirklich mal unsere Passwörter ändern ...

Für Facebook läuft es gerade echt nicht rund. Nach Recherchen des US-Magazins „New Scientist“ soll es schon wieder eine große Sicherheitslücke geben. Mehr als drei Millionen Datensätze von Facebook-Nutzern wurden über vier Jahre lang auf einer öffentlichen Webseite abgelegt. Dabei hatte das Soziale Netzwerk erst vor wenigen Wochen mit dem Datenskandal rund um die Firma Cambridge Analytica für Aufsehen gesorgt [NOIZZ berichtete].

Wer jetzt denkt, dass es ihn nicht betrifft ... Verantwortlich für das Datenleck sollen Apps wie „myPersonality“ gewesen sein. Und jetzt mal ganz ehrlich ... in unseren dunkelsten Stunden hat doch jeder schon mal so einen blöden Test gemacht. Für den Test mussten die User intime Daten angeben, die letztendlich abgegriffen wurden.  Wie BILD berichtet, soll auch diese App von Wissenschaftlern der Cambridge Universität betrieben worden sein. Die haben die gesammelten Daten über Jahre mit „nicht ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen“ auf einer Internet-Seite der Uni gespeichert.

Laut der Recherche des US-Magazins, sollen mit der App 22 Millionen Status-Updates der Nutzer abgegriffen und von über 150.000 Nutzern Angaben zum Alter, Geschlecht und Beziehungsstatus gespeichert worden sein.  Zugriff auf die Daten hatte jeder, der sich als Mitarbeiter des Forschungsprojekts „myPersonality“ registrierte.

Laut den Recherchen sollen das nicht gerade wenige Menschen gewesen sein: 280 User von rund 150 verschiedenen Institutionen konnten in die gesammelten Daten einsehen.  Besonders dramatisch erwies sich in diesem Zusammenhang allerdings eine weitere Sicherheitslücke: Die Zugangsdaten, um sich als Mitarbeiter registrieren zu können, seien ganz leicht über Google auffindbar gewesen. Inzwischen hat Facebook die App „myPersonality“ gesperrt. Um dem Abgreifen von Daten ein Ende zu bereiten, sperrte Facebook schon nach dem Skandal um Cambridge Analytica rund 200 Apps.

Quelle: Noizz.de