Waffe soll „Gleichheit“ zu Verbrechern herstellen.

Die sächsische Polizei erwägt, gepanzerte Fahrzeuge mit Maschinengewehren auszustatten. Man habe sich auf gewisse Lagen einzustellen, bei der Täter auch über automatische oder halbautomatische Waffen verfügten, erklärte Innenminister Roland Wöller (CDU) am Donnerstag in Dresden. „Dem müssen wir etwas entgegensetzen. Das können wir nur, wenn wir nicht nur die Polizeibeamten im Einsatz bestmöglich schützen durch solche gepanzerten Fahrzeuge, sondern sie auch mit den nötigen Waffen ausrüsten.“

Zuvor hatte die Chemnitzer „Freie Presse“ berichtet darüber, dass die beiden Panzerwagen des Typs „Survivor R“ Maschinengewehre erhalten sollen. Am Montag waren bei einem Großeinsatz der Polizei gegen einen mutmaßlichen Mörder Beamte beschossen worden. Auch dort waren die „Survivor“-Panzerwagen im Einsatz. Sie stehen Spezialeinheiten des Landeskriminalamtes für Amok- oder Terrorlagen zur Verfügung. Die Panzerwagen wiegen nach Angaben des Herstellers mindestens 13 Tonnen und sind gegen Beschuss und Sprengfallen gesichert.

Der Survivor wird auch vom Militär genutzt Foto: Rheinmetall Defence

Die Aufrüstung mit Maschinengewehren soll durch das neue Polizeigesetz des Freistaates legitimiert werden. Aktuell wird der Entwurf beraten. In der Opposition gibt es großen Widerstand. "Eine Ausrüstung des ,Survivor R' mit einem eingebauten Maschinengewehr würde nicht weniger bedeuten, als dass die sächsische Polizei demnächst Kriegsgerät in der Garage stehen hätte", sagte der innenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion, Valentin Lippmann der „Freien Presse“.

[Zusammen mit DPA]

Quelle: Noizz.de