Am Donnerstag wäre es beinahe zu einem gefährlichen Unfall im All gekommen. Der russische Satellit "Kosmos-2004" und die chinesische Rakete "Chang Zheng 4C" wären fast ineinander geflogen – die Auswirkungen wären fatal gewesen.

Während es auf der Erde jährlich Millionen von Autounfällen gibt, ist ein Aufeinanderprallen von menschengemachten Flugobjekten im All eher unwahrscheinlich. Doch am Donnerstag wäre es im Orbit fast dazu gekommen. Dort schwirrten ein kaputter russischer Satellit und eine ausgediente chinesische Rakete in gefährlich naher Entfernung zueinander. Expert*innenen fürchteten einen Aufprall.

Mit 51.500 Kilometern pro Stunde flogen die beiden Objekte im Orbit

Der russische Satellit "Kosmos-2004" und die chinesische Rakete "Chang Zheng 4C" schwebten Anfang der Woche noch ungestört mit einer gemütlichen Geschwindigkeit von 51.500 Kilometern pro Stunde im Orbit herum. Ein Unternehmen, das im All herumfliegenden Müll untersucht, LeoLabs, wurde darauf aufmerksam und rechnete den beiden Objekten eine zehnprozentige Chance zu, dass sie kollidieren könnten. Ein solches Ereignis hätte verheerende Folgen. Bei einem Unfall im All wären die beiden Objekte in Tausende Teile zersplittert, die dann unkontrollierbar im Erdorbit herumgeflogen wären.

Gegen 3 Uhr morgens wurde es dann knapp für die beiden Objekte. Um 2:56 flogen sie so nah aneinander vorbei wie nie zuvor. 800 Meter lagen zu diesem Zeitpunkt zwischen den beiden Flugobjekten – ein Abstand, der in der Größe des Alls unwahrscheinlich klein ist. Doch LeoLabs gaben einige Zeit später Entwarnung – die Flugobjekte haben sich nicht getroffen.

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170 Millionen Stücke Müll schweben im Orbit

Symbolbild: 170 Millionen Stück Müll schwirren im Orbit herum

Trotzdem ziemlich knapp: Wären sie kollidiert, hätte das bis zu 20 Prozent mehr Müll ins All geschleudert, als es schon gibt. Zur Zeit schweben dort etwa 170 Millionen einzelne Stücke Müll herum. Um zu überprüfen, wo und wann genau solche Gefahrensituationen entstehen, gibt es Unternehmen wie LeoLabs, die genau das analysieren und die Flugrichtungen von Weltraumschrott verfolgen.

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  • Quelle:
  • Noizz.de