Ekaterina feierte ihren 29. Geburtstag mit ihren Freunden als riesige Poolparty. Der ultimative Party-Gag sollte eine Kiste ausgeschüttetes Kohlendioxid sein – dabei starben drei Menschen. Mit dabei: Der Mann der Gastgeberin.

Ekaterina Didenko ist zweifache Mutter und Influencer für medizinische Hilfsmittel. Ihr folgen 1,5 Million Menschen auf Instagram. An ihrem 29. Geburtstag wollte sie mit ihrem Mann Valentin eine riesige Geburtstagsfeier in ihrer Heimat Moskau veranstalten. Der Abend endete allerdings in dem Tod von drei Menschen – alles nur, wegen einer Idee ihres Mannes.

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Der hatte im Vorfeld 25 Kilo Trockeneis besorgt. Um eine riesige Dampf-Party auf dem Pool zu kreieren, kippte er die riesige Kiste über dem Pool aus, wie ein der Schweizer Zeitung "Blick" vorliegendes Video zeigt. Das sollte einem dramatischen "visuellen Effekt" dienen. Die Zeitung berichtet ebenfalls, dass einer der Gäste daraufhin sogar in den von Dampf überdeckten Pool gesprungen war.

Trockeneis kann zu Erstickung führen

Trockeneis entsteht, wenn man Kohlendioxid gefriert. Wenn es in Wasser gegeben wird, entsteht ein starker Dampf. In einem geschlossenen Raum kann das schnell gefährlich werden, da es zu hohen Kohlendioxid-Werten im Blut und schlussendlich zur Erstickung führt.

Symbolbild: So sieht eine geringe Menge Trockeneis aus

Auch bei Ekaterinas Party hatte das Verwenden von Trockeneis verheerende Auswirkungen. Die Menschen im Pool wurden auf der Stelle ohnmächtig, zwei der Gäste, Natalie Monakova und Yuri Alferov, starben noch vor Ort. Auch Ekaterinas Mann Valentin starb an seinem eigenen Party-Trick.

Für Ekaterina kann die Party noch rechtliche Folgen haben

Neben den drei Toten kamen auch sieben Gäste ins Krankenhaus. Zwei wurden entlassen, fünf befinden sich noch in medizinischer Versorgung. Ein Prozess werde nun eröffnet, der ermittelt, ob es sich um fahrlässigen Tod handeln würde.

Das Unglück kommentierte die Bloggerin am nächsten Tag mit einem Post. Darin schreibt sie: "Valya ist nicht länger unter uns. Noch Natalia. Noch Yuri. Gestern habe ich nicht geweint. Heute bin ich explodiert. Ich dachte, es wäre nicht wahr, es wäre ein Albtraum." Sie hatte auch ein Dokument unterschrieben, laut dem sie nichts über den Vorfall erzählen dürfte.

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  • Quelle:
  • Noizz.de