Die Tour des Rappers in Australien und Neuseeland wurde abgesagt.

Riff Raff war uns bisher nur bekannt als ein ziemlich schräger Vogel im Rapgeschäft. Allerdings hat seine lustige Fassade seit einigen Tagen tiefe Risse erhalten: Dem 36-Jährigen wird die Vergewaltigung einer damals 19-Jährigen Australierin vorgeworfen.

Das mutmaßliche Opfer hatte die Vorwürfe selbst öffentlich gemacht: Die Australierin Eliza Stafford hatte am Donnerstag auf Facebook ihre Sicht der Dinge veröffentlicht. Anlass war die bevorstehende Tour des Rappers durch Australien und Neuseeland.

In dem Post schreibt Stafford, dass sie 2013 mit ihrem damaligen Freund ein Konzert von Riff Raff besucht hatte und anschließend alleine in den Backstage-Bereich eingeladen wurde. Dort soll ihr ein Shot Vodka angeboten worden sein.

Nachdem sie das Glas getrunken hatte, habe sie sich über die dickflüssige Konsistenz gewundert. Riff Raff und seine Crew sollen ihr daraufhin mitgeteilt haben, dass es sich in Wahrheit um Codein gehandelt habe. Eine weitere anwesende Frau soll danach den Freunden des Mädchens von dem Vorfall berichtet haben. Stafford soll sich anschließend gewehrt haben, als Riff Raff’s Entourage sie in ein Auto gezerrt haben soll. Aus Scham habe bisher aber jeder der Beteiligten zu dem Vorfällen geschwiegen.

Stafford schreibt, sie könne sich nach dem Codein an nichts mehr erinnern bis zu dem Zeitpunkt, als Riff Raff sie in einem Hotelzimmer vergewaltigt hatte und danach unter die Dusche ging. Sie soll danach das Hotel kriechend verlassen haben.

Stafford machte ihre Anschuldigungen öffentlich, um Besucher vor dem anstehenden Konzert des Rappers zu warnen. Ihr Arbeitsplatz liege derzeit in der Nähe der Konzerthalle. „Ich werde die ganze Nacht nur 50 Meter von meinem Vergewaltiger entfernt sein“, schreibt Stafford auf Facebook.

Der Tourveranstalter hat inzwischen auf die Vorwürfe reagiert. Alle Shows des Rappers in Australien und Neuseeland wurden abgesagt.

Musikalisch war Riff Raff eher mittelmäßig erfolgreich, bekannt war er eher durch seine außergewöhnlichen Outfits und sonstige Eskapaden: Er trat unter anderem in der Castingshow „From G’s to gents“ auf oder strebte einige Zeit eine Karriere als Wrestler an. Ebenfalls lag er länger im Streit mit den Machern des Film „Springbreakers“: Riff Raff behauptete, die Figur „Alien“, die in dem Film von James Franco gespielt wird, beruhe auf seinem Leben. Nach Veröffentlichung der Anschuldigungen teilte Stafford inzwischen mit, sie habe Nachrichten von weiteren mutmaßlichen Vergewaltigungsopfern von Riff Raff erhalten.

Riff Raff schweigt bisher zu den Vorwürfen. Der Rapper, ansonsten sehr mitteilungsbedürftig auf allen Social Media-Kanälen, hat kurzzeitig seinen Instagram-Account auf privat geschaltet.

Quelle: Noizz.de