Fünf Tonnen Marihuana sollen hier gelagert werden…

Bad Bramstedt ist eine kleine beschauliche Stadt zwischen Hamburg und Kiel in Schleswig-Holstein. Die nächste Autobahnanbindung ist kilometerweit entfernt. Große Felder und Wiesen zieren die Landschaft – Idylle pur! Perfekt, um hier einen riesigen Cannabis-Bunker zu bauen!

Das dachte sich das kanadische Unternehmen Nuuvera, das dort tatsächlich in einer leerstehenden Halle Deutschlands erstes Lager für medizinisches Hanf errichten will. Die Firma hat dafür sogar schon ein Grundstück erworben, bestätigt Deutschland-Chef Hendrik Knopp gegenüber dem ZDF: „Da so was aber mit sehr hohen Sicherheitsauflagen verknüpft ist, versehen wir dieses Lager mit einem großen Tresorraum, in dem die Cannabis-Produkte unter optimalen Bedingungen lagern werden.“

1.000 Tonnen schwer und fünf Meter hoch – so wird der Bunker aussehen. Bis zum Sommer soll er fertig sein und dann über fünf Tonnen Cannabis wachen. Deshalb hat das Unternehmen auch den Ort Bad Bramstedt ausgewählt: Dass es in dem Ort eine große Polizeistation und keine leicht zu erreichende Autobahnanbindung gibt, soll potenzielle Diebe abschrecken.

„Durch die ständig steigende Patientennachfrage nach medizinischen Cannabis muss immer mehr Cannabis nach Deutschland importiert werden. Mit diesem Lager schaffen wir die erforderliche Logistik, um diese Produkte nach Deutschland bringen zu können“, sagt Knopp zum ZDF.

Seit März vergangenen Jahres können Ärzte medizinisches Marihuana verordnen – seitdem steigt der Cannabiskonsum stetig an. „Es werden täglich mehr Patienten und bereits jetzt ist aufgrund der Importabhängigkeit oftmals keine Medizin erhältlich“, sagt der Deutsche Hanfverband gegenüber NOIZZ. Derzeit wird Cannabis vor allem aus Holland und Kanada importiert.

Hier will das Unternehmen Nuuvera mit seinem geplanten Bunker ansetzen und für Cannabis-Nachschub sorgen.

Quelle: Noizz.de