Sie war die dritte anwesende Person bei dem berüchtigten Kinderpornografie-Sex-Tape.

In einem ausführlichen Meinungs-Artikel in der The New York Times äußert sich R. Kellys mutmaßliche Missbrauchsopfer Lisa VanAllen. Sie schreibt aus ihrer Sicht über die aktuellen Ermittlungen gegen R. Kelly, den anstehenden Gerichts-Prozess gegen den Sänger und die Bedrohungen, Beschimpfungen und das Misstrauen, welche sie als frühere Haupt-Anklägerin schwer getroffen haben. Damals hatte die Jury trotz ihrer belastenden Aussagen für einen Freispruch des Sängers entschieden.

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2008 war Lisa VanAllen die Haupt-Zeugin in R. Kellys Prozess wegen Kinderpornografie. Sie hatte damals den Mut, auszusagen. VanAllen schilderte, wie Rob (so heißt R. Kelly mit bürgerlichem Namen) sie als damals 17-Jährige zum Gruppen-Sex mit einer Minderjährigen überredete. Er habe ihr gesagt, das andere Mädchen sei 16 Jahre alt. In Wahrheit war das Mädchen mutmaßlich erst 14 Jahre jung. Beide Mädchen waren minderjährig, R. Kelly bereits über 30 Jahre alt. Heute schreibt sie: „Keiner hat mir geglaubt, als ich 2008 gegen ihn ausgesagt habe.“ Der Sänger wurde freigesprochen, weil das ebenfalls minderjährige zweite Opfer und dessen Eltern die Aussage verweigerten.

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Nach dem Prozess wurde Lisa VanAllen als Lügnerin, Erpresserin und „das Mädchen, das einen Dreier hatte“ beschimpft. Die Anwälte des Sängers sollen ihr Angst gemacht haben. Sie habe sich auch vor den Reaktionen der Black Community gefürchtet. R. Kelly soll übrigens auch einer weiteren Zeugin gedroht haben.

Es sei immer noch ein No-Go, zur Polizei zu gehen und einen schwarzen Mann anzuzeigen, auch, wenn dieser mutmaßlich pädophil ist. Lisa VanAllen schreibt: „Als ein Opfer von sexuellem Missbrauch und psychischem Terror, fühlte ich mich eh beschämt und verängstigt.“ Sie habe sich damals geschworen, trotzdem weiter offen über den Missbrauch zu sprechen und anderen Missbrauchsopfern zu helfen.

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Deshalb hat sie auch ihre traumatischen Erfahrungen in der Lifetime-Doku Surviving R. Kelly geteilt. Die Doku hat die Mutter zusammen mit ihrer 16-jährigen Tochter angeschaut. Sie sagt, sie sei nervös gewesen, habe sich immer wieder versichert, dass es okay für ihre Tochter war. Sie schreibt: „Wir sind unterschiedlich. Sie mag keine Konfrontation. Ich war immer eine Kämpferin. Aber das ist so, weil ich so viel überleben musste – Pflegefamilien, sexueller Missbrauch in meiner Kindheit, Obdachlosigkeit, häusliche Gewalt und Rob.“

Und weiter: „Ich habe sie vor den Dingen beschützt, vor denen ich nicht beschützt wurde.“

Über Rob aka R. Kelly und Männer, die ihre Macht missbrauchen, schreibt sie:

Mögen unsere Tochter niemals Männern begegnen wie Rob Kelly.

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Quelle: Noizz.de