Eine Mutter aus Florida war an einer Schießerei beteiligt, bei der sie einen Mann getötet haben soll. Der Grund: Sie glaubt an eine Verschwörung zwischen ihm und der Regierung, die dafür sorgt, dass ihr das Sorgerecht für ihre Kinder vorenthalten wird.

Neely Petrie-Blanchard wurde nach einer Schießerei im amerikanischen Florida festgenommen. Angeblich soll sie einen Mann getötet haben. Der Grund: Sie glaubt, er stecke mit der Regierung unter einer Decke und verhindere, dass sie das Sorgerecht für ihre Kinder zurückbekommt.

QAnon: Täter und Opfer glauben beide an Verschwörungstheorien

Wie das News-Portal "Buzzfeed" berichtet, sind das mutmaßliche Opfer Christopher Hallett und die Täterin Mitglieder der Verschwörungstheoretiker "QAnon". Anhänger*innen von QAnon glauben, dass es einen sogenannten "Deep State" gibt, der unter der Oberfläche agiert und satanistischen und kannibalistischen Machenschaften nachgeht. So sollen unter anderem reiche Eliten einen Missbrauchs- und Sklavenring betreiben, der mit Kindern handelt oder sie tötet, um aus ihnen ein Verjüngungsmittel, das sogenannte Andrenochum, zu gewinnen.

Mit diesen kruden Theorien versuchte die 33-Jährige Angeklagte zusammen mit Hallett das Sorgerecht für ihre Kinder zurückzuerlangen. Beide dachten offenbar, dass die Kinder Petrie-Blanchards von der vermeintlich kriminellen Elite missbraucht würden – und sie deshalb ihre Kinder nicht zurückbekomme.

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Warum Petrie-Blanchard sich irgendwann gegen ihren Verbündeten Hallett wandte und annahm, er würde ebenfalls mit dem Sklavenring und dem Deep State zusammenarbeiten, ist nicht bekannt. Offenbar war die mutmaßliche Täterin aber dermaßen überzeugt von ihren Annahmen, dass sie mit einer Schußwaffe auf Hallett in dessen Wohnung losging. Dieser wurde tot in seiner Küche aufgefunden.

QAnon und Trump: Eine Liebesgeschichte

Das Symbol der QAnon-Verschwörer*innen ist der Buchstabe "Q", den man auch bei Kundgebungen oder Demonstrationen für den aktuellen US-Präsidenten Trump oft sieht. Der Grund: Die Anhänger*innen von QAnon glauben, das Trump aktiv daran arbeitet, die Eliten und ihre Kindesmissbräuche zu bekämpfen. QAnon-Theorien haben häufig rassistische Tendenzen. Trump hat sich öffentlich nie von der Gruppe distanziert. Auf Nachfrage, inwiefern er an Verschwörungen glaube, äußerte er sich undurchsichtig, distanzierte sich aber auch hier nicht eindeutig.

  • Quelle:
  • NOIZZ.de