Auf dem Paket stand sogar ein Absender.

Nach dem Fund einer mutmaßlichen Bombenattrappe am Potsdamer Weihnachtsmarkt fahndet die Polizei nach dem Absender des Pakets. Das Paket wurde von einem Postzulieferer in einer Apotheke abgegeben. Unkar ist weiterhin, ob das Paket der Apotheke oder dem Markt galt.

Ein Apothekenmitarbeiter informierte nach dem Öffnen des Pakets die Polizei. Es sei ihm mit den all den Kabeln und Drähten „spanisch“ vorgekommen, wie er der B.Z. sagte. Im Inneren befand sich laut verschiedenen Angaben eine Blechbüchse mit Nägeln und Drähten und ein verdächtiges Pulver. Ein Zünder fehlte. Dafür hätte es, laut Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter einen „Polenböller“ gegeben, der auch eine hohe Sprengkraft entwickeln könne. Nach aktuellen Erkenntnissen handelte es sich jedoch „nur“ um eine Bombenattrappe. Zünder und Sprengstoff fehlten, wie ein Polizeitsprecher mitteilte.

Polizisten sichern das Gebiet

Das Paket wurde vorsorglich mit einem Wasserstrahl kontrolliert gesprengt. Die Sperrungen in der Innenstadt Potsdams (100 Meter Radius um das Paket) sind mittlerweile aufgehoben. Auch große Teile des Weihnachtsmarktes waren betroffen.

Auf dem Paket sei sogar ein Absender angegeben. Es sei aber davon auszugehen, dass dieser falsch sei. Unklar ist neben dem Ziel des Pakets auch das Motiv. Innenminister Karl-Heinz Schröter wollte ein politisches Motiv nicht ausschließen, verwies aber auch auf die Möglichkeit, dass die Apotheke das Ziel war. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, teilte eine Polizeisprecherin mit. Die Polizei werde ihre Präsenz um den Weihnachtsmarkt erhöhen.

Auch Teile des Weihnachtsmarkts sind betroffen

Am 19. Dezember 2016 war der Attentäter Anis Amri mit einem entführten Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gefahren. Er tötete 12 Menschen und verletzte mehr als 70 weitere.

Quelle: Noizz.de