Wer beim neuen Angebot noch dabei ist ...

Podcast erleben zur Zeit einen Hype in Deutschland. Bei „Spotify“ sprechen Jan Böhmermann und Olli Schulz in „Fest und Flauschig“ über das Leben und noch viel mehr, bei „Deezer“ quatschen Sarah Kuttner und Stefan Niggemeier in „Das kleine Fernsehballett“ über TV-Serien und Shows. Fettes Brot hat eine eigene Sendung bei „NJOY“, „Die Ärzte-Schlagzeuger“ Bela B. „bei Radio Eins“... Spiegel, Zeit und Co. sind auch in den Podcast-Dschungel eingestiegen. Und, und, und ...

Es ist also kein Wunder, dass Amazon nun mit seiner Tochterfirma „Audible“ auf den Podcast-Zug aufgesprungen ist: Seit Donnerstag gibt es 17 neue, deutschprachige Sendungen – sogenannte „Originals“. Hinzukommen fünf englischsprachige Podcasts.

Will da etwa jemand den Markt im Sturm erobern? Und gibt es einen solchen in solchen in Deutschland überhaupt?

Die – ja jetzt wird es kurzzeitig etwas fad – letzte ARD/ZDF-Onlinestudie zeigte jedenfalls, dass rund 13 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung gelegentlich Podcasts hören. Bei den 14–29-Jährigen gar 26,5 Prozent. Das Wachstum ist vorhanden, langsam und stetig. Von einem wahren „Boom“, wie es gerne geschrieben wird, kann man aber noch nicht sprechen. Vielleicht liegt es ja auch am Angebot? Laut „Audible“-Programmdirektor Paul Huizing wünschen sich zwei Drittel der jetzigen Podcasthörer ein breiteres Angebot.

Und wie will Audible sie locken? Was bietet der Dienst für die recht happigen 9,95 Euro im Monat?

In „Juwelen im Morast der Langeweile“ schnacken der Komiker Oliver Polak und Dschungelcamp-Autor Micky Beisenherz nach dem Motto „lustige Menschen sprechen“, während sich die ewige Nina Ruge in „Das Bunte Gespräch“ mit einem Promi unterhält. Auch Moderator und Journalist Jörg Thadeusz, Autorin und Kolumnistin Ronja von Rönne und Bücher-Gott Denis Scheck sind wöchtlich mit eigenen Sendungen vertreten.

Hinzu kommen Kooperationen unter anderem mit „Vice“, „Titanic“ und „11 Freunde“.

Ob es gut wird? Keine Ahnung. Trailer zu den Sendungen sind jedenfalls hier zu finden. Ein Beispiel gefällig?

Quelle: Horizont