Vergiss Sci-Fi, dank des Klimawandels passiert so Shit jetzt wirklich.

Vibrio vulnificus, ein fleischfressendes Bakterium breitet sich gerade an der Ostküste der USA aus. Vor den Toren New Jerseys kontaminiert das Bakterium das Meerwasser und sorgt für immer mehr Erkrankungen. Dahinter könnte der globale Klimawandel stecken, durch den die Temperatur des Meeres in immer mehr Regionen steigt.

Auf den Menschen wird Vibrio vulnificus durch Meeresfrüchte und Fisch übertragen. Der Verzehr und teilweise sogar schon der bloße Kontakt mit Meerestieren kann zu einer Ansteckung führen. Im Süden der USA ist das Auftreten des Bakteriums bereits bekannt, so weit im Norden ist es allerdings bisher nur selten aufgetaucht.

"Es ist faszinierend, dass es an diesem Standort in New Jersey plötzlich zu einer Zunahme dieser Infektionen gekommen ist, und es ist berechtigt, sich zu fragen, ob das sich ändernde Klima die Ökologie verändert hat, sodass diese Bakterien, die normalerweise wärmeres, brackiges Wasser, wie in Louisiana, mögen, jetzt eine ökologische Nische gefunden haben, die es ihnen ermöglicht, üppiger als früher in New Jerseys Gewässern zu überleben", erklärt Professor William Schaffner gegenüber "Vice".

Fünf Menschen sind in den vergangenen zwei Jahren an den Folgen einer Infektion mit Vibrio vulnificus erkrankt, eine Person sogar daran gestorben. Meistens äußerte sich das Bakterium durch Ausschläge und Hautkrankheiten an den Beinen der Betroffenen – einem Mann wurde wegen des Bakteriums ein Bein amputiert. Die Erkrankten haben laut den Ärzten allerdings schon an anderen Krankheiten wie Diabetes oder Einschränkungen der Leberfunktion gelitten und seien dadurch besonders anfällig für das Bakterium gewesen.

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Quelle: Noizz.de