Und wir dachten lange, dass die Pille vor allem ein Risiko ist.

Wenn Frauen die Pille nehmen, sind sie besser gegen Darm-, Gebärmutter- und Eierstock-Krebs geschützt als Frauen, die nicht mit der Pille verhüten. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie. Forscher der schottischen Universität von Aberdeen testeten 46.000 Frauen über 44 Jahre lang auf ihr Krebsrisiko abhängig davon, ob sie mit der Pille verhüten oder nicht.

Laut Studie, die im American Journal of Obstetrics and Gynaecology erschien, sollen Frauen auch 30 Jahre nachdem sie die Pille abgesetzt haben besser vor Krebs geschützt sein als Frauen, die nicht mit der Pille verhütet hätten.

Studienleiterin Lisa Iversen hebt dabei vor allem die repräsentative Qualität dieser bisher längsten Studie zu dem Thema hervor. „Weil die Studie so lange ging, waren wir in der Lage, den Langzeiteffekt der Pille auf das Krebsrisiko zu beobachten“, zitiert sie der britische Guardian. Zudem fanden die Forscher heraus, dass die Pille das sonstige Krebsrisiko in keiner Weise erhöhen würde.

Das Ergebnis wird viele Frauen überraschen – vor allem deshalb, weil häufig davor gewarnt wird, welche Risiken die Antibabypille birgt. Etwa die erhöhte Thrombosegefahr. Thrombose bedeutet, dass sich Gerinnsel in den Blutgefäßen bilden und den Blutfluss hemmen.

Quelle: Noizz.de