Nicht nur Pornoseiten, sondern auch Tinder könnte dann gesperrt werden.

Ein Pornofilter: Das ist kein hübscher Effekt, der wie bei Instagram über Sexfilmchen gelegt werden soll, sondern viel eher eine Web-Schranke.

Er filtert die Menschen raus, die im Internet nicht mit pornografischen Inhalten in Kontakt kommen sollten, oder wollen. Erst, wenn man ausdrücklich – beispielsweise durch einen Klick – sich dazu entscheidet und alt genug ist, soll man bestimmte Seiten besuchen dürfen. Genau dieser Porno-Filter soll jetzt in Österreich eingeführt werden.

Der Grund: Immer mehr Kinder im jungen Alter sollen mit Pornografie in Berührung kommen – sei es ganz einfach auf Pornoseiten oder durch erotische Werbung. Die österreichische Regierung sieht das als Problem. So wollen die Parteien „ÖVP“ und „FPÖ“ Porno-Filter rechtlich vorschreiben.

Eine der Befürworterinnen sei laut „vpn tester“ die Abgeordnete Gudrun Kugler von der „ÖVP“. Die Politikerin sagt dem Onlinemagazin: „Wir sehen, dass andere Länder den Schutz von Kindern vor Pornografie bereits vorangetrieben haben – und dass Eltern damit zufrieden sind.” Mit anderen Ländern ist unter anderem Großbritannien gemeint, wo solche Filtersytseme bereits genutzt werden.

Doch so eine Schranke für Pornografie hat auch Nachteile – wie beispielsweise „Overblocking“. Das bedeutet, dass auch Webseiten eingeschränkt, oder sogar geblockt werden können, die eigentlich nicht im klassischen Sinn pornografisches Material zeigen – sondern lediglich über sexuelle Krankheiten informieren. Laut „vpn tester“ sei in Großbritannien sogar jede fünfte Webseite gesperrt worden.

Auch Dating-Apps wie Tinder könnte das passieren. Ein weiteres Problem ist der Datenschutz: Wenn die Regierung User einschränken will, braucht sie Zugriff auf die Daten – und genau das ist eigentlich nicht erwünscht.

Abgesehen davon fällt es Jugendlichen – auch solchen, die vielleicht noch nicht mit pornografischem Material konfrontiert werden sollten – sicher einfach, solche Filter zu umgehen. Inwieweit solche Filtersysteme dann wirklich etwas nützen, sei infrage gestellt.

Quelle: Noizz.de